Mittwoch, 17. März 2010
Niederlage im Erbschaftsstreit: Agnelli-Tochter ausgebremst
Fiat-Erbin Margherita Agnelli de Pahlen ist mit ihrem Versuch gescheitert, per Gericht das Gesamtvermögen ihres Vaters prüfen zu lassen und so zu mehr Geld zu kommen. Nach Angaben der "La Repubblica" wies ein Gericht in Turin die Klage der 54-jährigen Tochter des verstorbenen Fiat-Chefs Gianni Agnelli zurück. Darüber hinaus muss sie die Prozesskosten in Höhe von 32. 000 Euro übernehmen.
Hintergrund ist ein nach dem Tod des legendären Fiat-Chefs im Jahr 2003 entbrannter Erbschaftsstreit. Margherita Agnelli de Pahlen, die damals Bargeld sowie Immobilien und Kunstwerke im Wert von rund 800 Millionen Euro erhielt, verdächtigt drei frühere Berater ihres Vaters, bei der Zusammenstellung des Erbes Vermögen auf ausländischen Konten verschwiegen zu haben. Sie forderte in dem seit fast drei Jahren währenden Verfahren vollständige "Transparenz" über den Besitz ihres Vaters.
Die 54-Jährige stand mit ihrem Vorstoß allein da; ihre Söhne Lapo und John Elkann hatten ihn stets abgelehnt. Dagegen eröffnete der italienische Fiskus im vergangenen August aufgrund der Klage Ermittlungen - er vermutet, dass ein Teil des Erbes im Wert von mehr als einer Millarde Euro in der Schweiz versteckt ist.
AFP
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