Donnerstag, 26. August 2010
Trotz höherer Verluste: Air Berlin klammert an Prognose
Die Fluggesellschaft Air Berlin hält trotz eines höheren Verlustes im ersten Halbjahr an ihrer Jahresprognose fest. Für 2010 strebe die Airline weiterhin ein Betriebsergebnis über dem Vorjahresniveau von 28,5 Mio. Euro an, teilte das Unternehmen im Halbjahresbericht mit. Grund dafür sind Einmalerträge, die Air Berlin durch den Verkauf von Flugzeugen und die erstmalige Berücksichtigung der österreichischen Tochter Niki in der eigenen Bilanz erwartet.
Zudem setzt die zweitgrößte deutsche Airline auf die wieder anziehende Konsumlaune in Deutschland. Damit sollten die Belastungen von rund 68 Mio. Euro aus dem ersten Halbjahr ausgeglichen werden. Der harte Winter und die durch den Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjöll entstandenen Aschewolken hatten zu zahlreichen Flugausfällen geführt.
Aschewolke trübt Zahlen
Viele Passagiere hatten noch wochenlang nach der Aschewolke mit Buchungen gezögert, was die Erlöse drückte. Der Flugumsatz pro Passagier schrumpfte im zweiten Quartal um 4,2 Prozent auf 99,66 Euro.
Im ersten Halbjahr stieg der Betriebsverlust auf knapp 127 (Vorjahreszeitraum: minus 92) Mio. Euro. Die langfristigen Verbindlichkeiten verringerte Air Berlin zum Halbjahr durch den Verkauf von Flugzeugen im Vergleich zu Ende 2009 um 18,8 Prozent auf 794,7 Mio. Euro.
Für die kommenden Jahre erwartet Firmenchef Joachim Hunold zudem positive Impulse durch den für 2012 geplanten Beitritt zum Luftfahrtbündnis Oneworld, in dem unter anderem American Airlines und British Airways Mitglied sind.
rts
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