Wirtschaft
(Foto: dapd)

Vor der ersten Betriebsratswahl: Air Berlin verschickt Kündigungen

Der Stellenabbau bei Air Berlin wird konkret: Die Fluglinie schickt rund 100 Mitarbeitern in der Konzernzentrale ihre betriebsbedingte Kündigung, weitere sollen folgen. Der Sparkurs ist zwar bereits bekannt, bemerkenswert ist jedoch der Zeitpunkt der Kündigungen: Am Tag nach der Zustellung finden die ersten Betriebsratswahlen der Zentrale statt.

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat nach einem Zeitungsbericht im Zuge seines Sparprogramms die ersten Beschäftigten entlassen. Betroffen von den betriebsbedingten Kündigungen seien knapp 100 Beschäftigte der Konzernzentrale in Berlin, berichtet die "Berliner Morgenpost". Das Unternehmen wollte den konkreten Vorgang nicht kommentieren. Die Gewerkschaft Verdi bestätigte, dass am 19. Februar rund 90 Beschäftigte die Kündigung erhalten hätten - einen Tag, bevor in der Zentrale erstmals ein Betriebsrat gewählt wurde.

Air Berlin hatte im Januar angekündigt, bis Ende 2014 rund 900 Arbeitsplätze zu streichen. Die Airline will 450 Mio. Euro einsparen. Der geplante Personalabbau werde alle Unternehmensbereiche betreffen, teilte Air Berlin mit. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht ausgeschlossen. Die notwendigen Gespräche seien eingeleitet. Das Unternehmen wolle diesen Dialog aber nicht über die Medien führen, hieß es.

Bei der Betriebsratswahl zeichnete sich eine Beteiligung von weit über 50 Prozent ab, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Max Bitzer. 1400 Beschäftigte waren dazu aufgerufen. Ein Ergebnis wurde frühestens für Mittwochabend erwartet. Das Unternehmen kündigte an, mit der neuen Arbeitnehmervertretung "kooperativ zusammenzuarbeiten".

Quelle: n-tv.de

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