Gute Zahlen erwartetAlcoa wird nicht enttäuschen
Alcoa eröffnet traditionsgemäß in den USA die Berichtssaison. Analysten rechnen für das abgelaufenen Quartal mit einem Gewinnsprung. Sie sehen beim Aluminiumriesen ein höheres Produktionsvolumen.
Der US-Aluminiumkonzern Alcoa wird wohl zu Beginn der US-Berichtssaison einen Glanzpunkt setzen. Experten rechnen mit einem großen Gewinnsprung bei dem als Frühindikator für die US-Wirtschaft geltenden Unternehmen. "Im Jahresvergleich wird das zweite Quartal viel besser ausfallen und vieles rührt vom höheren Produktionsvolumen her", sagte Analystin Bridget Freas von Morningstar. Die Aluminiumpreise seien zuletzt deutlich gestiegen. Zudem habe das erste Quartal bereits das Aufwärtspotenzial belegt.
Alcoa gibt am Montagabend Aufschluss über das abgelaufene Quartal. Traditionell läutet der vom früheren Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geleitete Konzern die Berichtssaison in den USA ein. Er wird seine Geschäftszahlen nach Börsenschluss veröffentlichen. Am Donnerstag folgt JPMorgan Chase, einen Tag später die Citigroup.
Im Fokus des jüngst abgelaufenen Quartals stand bei Alcoa ein Großauftrag des Flugzeugbauers Airbus, der rund eine Milliarde Dollar wert ist. Für Alcoa rechnen Analysten im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 34 Cent, im Vorjahreszeitraum waren es 13 Cent je Anteilsschein.
"Es zeichnen sich Bremsspuren ab"
Der Umsatz soll demnach um 20 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar steigen. Analyst Fraser Phillips von RBC Capital Markets geht davon aus, dass sich Währungseffekte negativ bemerkbar machen. Der Australische wie auch Kanadische Dollar, sowie brasilianisacher Real und Euro hätten zum Dollar zugelegt. Zudem würden die höheren Kosten für Aluminiumoxid (Tonerde), welches bei der Herstellung von Aluminium benötigt wird, auf dem Ergebnis lasten.
Auch wenn Alcoa zu Beginn der Berichtssaison wohl ein positives Ausrufezeichen setzen wird, erwartet niemand, dass es dem Aluminiumriesen alle anderen US-Unternehmen gleich tun. "Es zeichnen sich Bremsspuren ab", sagte Aktienstratege Uwe Streich von LBBW. Die Wirtschaftslage habe sich etwas eingetrübt und das werde sich in den Zahlen widerspiegeln. Trotzdem rechne er nicht mit einer schlechten Saison.