Wirtschaft

Deutlich bessere Zahlungsmoral Amex legt kräftig zu

21.04.2011, 08:09 Uhr

Verbrauchern und Firmen sitzt das Geld locker. Auch Plastikgeld wird immer häufiger gezückt. Darüber freuen sich die Kreditkarten-Firmen. American Express verdient zum Jahresanfang ein Drittel mehr als im Jahr zuvor.

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(Foto: REUTERS)

Als hätte es keine Wirtschaftskrise gegeben: Die Kunden von American Express haben im ersten Quartal derart fleißig Geld ausgegeben, dass die Kreditkarten-Firma ihren Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf 1,2 Mrd. US-Dollar (800 Mio. Euro) steigern konnte.

Konzernchef Kenneth Chenault sprach in New York von einem Rekordergebnis. Die mit den Karten getätigten Ausgaben seien um 17 Prozent gestiegen, sagte er. Überdies beglichen die Kunden ihre Schulden gegenüber American Express wieder sehr zuverlässig, fuhr Chenault fort. Das Geschäft entwickle sich so gesund wie vor der Krise.

Weniger Ausfälle

Vor allem im Heimatland USA hat sich die Zahlungsmoral deutlich verbessert: Das Unternehmen musste statt 687 Mio. US-Dollar vor einem Jahr jetzt nur noch 47 Mio. US-Dollar für Ausfälle zurücklegen. Weltweit sanken die Rückstellungen von 943 Mio. auf 97 Mio. US-Dollar.

Faule Kredite hatten sich während der Wirtschaftskrise zu einem Riesenproblem für American Express entwickelt. Anders als die Wettbewerber Visa und Mastercard muss das Unternehmen platzende Rechnungen selbst verkraften. Bei den zwei Rivalen liegt das Risiko bei den Partnern, die die Karten ausgeben. Das sind zumeist Banken, aber auch Fluggesellschaften oder Autoverleiher.

Die Erträge verbesserten sich um 7 Prozent auf 7,0 Mrd. US-Dollar. Auch Visa und Mastercard hatten zuletzt über gute Geschäfte berichtet. Ihre Zahlen für das erste Quartal legen sie Anfang Mai vor.

Quelle: dpa/rts