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Wirtschaft

Montag, 04. Januar 2010

Ungelöste A400M-Finanzierung: Angst um Arbeitsplätze

Die IG Metall will eine drohende Einstellung des Programms für den Militärtransporter A400M verhindern. Der EADS-Beauftragte der IG Metall, Bernhard Stiedl, fordert deshalb für die Beschaffung des Militärtransporters eine Tranchen-Lösung.
A400M

A400M
(Foto: picture alliance / dpa)

Die IG Metall will eine drohende Einstellung des Programms für den Militärtransporter A400M verhindern. Der EADS-Beauftragte der IG Metall, Bernhard Stiedl, fordert deshalb für die Beschaffung des Militärtransporters eine Tranchen-Lösung.

"Eine Vereinbarung mit den Bestellernationen, das Budget zu belassen, die Anzahl der Flugzeuge jedoch zu reduzieren und zu einem späteren Zeitpunkt die restlichen Flugzeuge zu bestellen, ist für alle Beteiligten die beste Lösung", sagte der Gewerkschaftsfunktionär. Das würde die weitere Finanzierung des A400M erleichtern und die gefährdeten Arbeitsplätze sichern, fügte er hinzu. In Europa würden rund 40.000 Arbeitsplätze durch den A400M geschaffen, allein in Deutschland rund 11.000 Arbeitsplätze.

Einem unabhängigen Gutachten zufolge belaufen sich die finanziellen Risiken und bereits angehäuften Verluste durch den A400M für EADS insgesamt auf nahezu elf Milliarden Euro. Deutschland ist mit 60 von insgesamt 180 Bestellungen größter Abnehmer des A400M, der bei der Bundeswehr die über 30 Jahre alten Transall-Maschinen ersetzen soll.

Vor allem für den Einsatz in Afghanistan wird das deutlich größere Turboprop-Flugzeug benötigt, das bei normaler Beladung mit 20 Tonnen Truppen und Material eine Reichweite von knapp 3500 Kilometern und maximal 8700 Kilometern haben soll. Die Auslieferung dürfte allerdings drei bis vier Jahre hinter dem Zeitplan herhinken: Frankreich soll seine erste Maschine 2013 erhalten, Deutschland ist danach an der Reihe.

wne/rts

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