Multi-Millionen-Bonus mit AuflagenApple lockt Cook mit Aktienpaket
Zum Aufstieg auf den Führungsposten spornt Apple den Jobs-Nachfolger Cook mit einem riesigen Aktienpaket an. Insgesamt winken Cook eine Mio. Apple-Aktien, die derzeit mehr als 380 Mio. US-Dollar wert sind. Um in den Genuss des ganzen Pakets zu kommen, muss Cook jedoch mindestens zehn Jahre an der Konzernspitze stehen.
Dem frisch gebackenen Apple-Chef
Tim Cook winken stolze 1 Mio. Aktien des wertvollsten Technologie-Unternehmens der
Welt. Cook erhält zu seinem Amtsantritt entsprechende Aktienoptionen, an die
jedoch Bedingungen geknüpft sind. 50 Prozent davon kann er frühestens 2016, die
zweite Hälfte erst 2021 zu Geld machen.
Ausgehend vom Apple-Schlusskurs
am Freitag wäre dieses Paket mehr als 380 Mio. Dollar wert. Cooks Vorgänger Steve
Jobs hingegen begnügte sich seit Jahren mit 1 Dollar Jahresgehalt. Allerdings hatte
der charismatische Jobs finanziell auch längst ausgesorgt: Das Magazin "Forbes"
führt ihn in seiner Liste der reichsten Menschen weltweit auf Platz 110 mit einem
Vermögen von 8,3 Mrd. Dollar. Jobs besitzt Anteile an Apple und war durch den Verkauf
seines Animationsstudios Pixar an Disney zum größten Einzelaktionär des Unterhaltungsprimus
aufgestiegen.
Alter Apple-Hase
Cook arbeitet seit mehr
als 13 Jahren im Unternehmen. Die Anteilseigner zeigten nach dem Wechsel an der
Apple-Spitze Vertrauen in die neue Geschäftsführung. Die Apple-Aktie an der New
Yorker Börse Nasdaq stieg wieder über den Schlusskurs vom vergangenen Mittwoch,
so dass die Verluste vom Donnerstag nach dem Rücktritt von Jobs wieder ausgeglichen
wurden. Seit Jahresbeginn ist das Papier um 16,4 Prozent gestiegen. In einer Mail an die Mitarbeiter versprach Cook, dem Geist des Technologie-Pioniers Jobs treu zu bleiben.
Zuletzt verkaufte Apple
binnen dreier Monate 20,3 Mio. iPhones, fast 9,3 Mio. iPads, 7,5 Mio. iPods und
annähernd 4 Mio. Mac-Rechner. Insgesamt verdiente der Konzern 7,3 Mrd. US-Dollar.
Apple stieg zwischenzeitlich sogar zum wertvollsten Unternehmen der Welt auf, wurde
Mitte August 2011 aber vom Ölriesen Exxon Mobil abgelöst.