Wirtschaft

Datenaffäre bei Deutscher BankAuch Externe bespitzelt?

28.05.2009, 08:17 Uhr
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Die Deutsche Bank hat nach Zeitungsinformationen auch Personen außerhalb der Bank bespitzelt. Noch sei unklar, welche Daten von der Abteilung Konzernsicherheit gesammelt wurden.

Die Daten seien in "ungewöhnlich gründlicher Form", wie es heiße, gesammelt worden, schreibt die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

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Auf der Hauptversammlung schloss der oberste Deutschbanker Ackermann ein "systematisches Fehlverhalten aus". (Foto: AP)

Nach bisherigen Erkenntnissen gehe es um etwa zwei Handvoll Personen. Der Schwerpunkt der Verdachtsfälle beziehe sich auf das Jahr 2006, in dem die Zuständigkeit für die Abteilung im Vorstand vom heutigen Aufsichtsratschef Clemens Börsig auf den seither amtierenden Risikovorstand Hugo Bänziger überging. Ein Sprecher der Bank wollte sich am Mittwochabend auf Anfrage mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen nicht zu dem Bericht äußern.

Deutschland größte Bank hatte am Freitag mitgeteilte, sie habe wegen möglicher Verstöße gegen "interne oder rechtliche Regeln" eine Anwaltskanzlei mit einer unabhängigen Untersuchung beauftragt. Kontendaten oder andere Informationen über Kunden seien nicht betroffen. Die Finanzaufsicht BaFin ordnete eine Sonderprüfung an.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte am Dienstag bei der Hauptversammlung des Dax-Konzerns gesagt, das Institut gehe nach ersten Erkenntnissen von wenigen Einzelfällen aus: "Es ist nicht zu erwarten, dass die Untersuchungen ein systematisches Fehlverhalten feststellen werden." Die Untersuchung sei breit angelegt und reiche zurück bis in die 90er Jahre. In mehreren Medien wurde als ein Ziel der Bespitzelungen Vorstand Hermann-Josef Lamberti genannt, der als Chief Operating Officer für das Tagesgeschäft verantwortlich ist.

Quelle: dpa