Wirtschaft

Maschinenbauer im Dauerhoch: Auftragseingang nimmt weiter zu

Der deutsche Maschinenbau setzt seine Aufholjagd in rasantem Tempo fort. Vor einem Jahr kam die Dynamik nur aus China, jetzt kommt sie mit Ausnahme Japans aus ganz Asien und aus allen größeren lateinamerikanischen Ländern.

Die Auslandsfrage hat sich noch mal schlapp verdoppelt.
Die Auslandsfrage hat sich noch mal schlapp verdoppelt.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im August weiter kräftig gestiegen. Allerdings hat sich das Wachstumstempo nach der Auftragsflut im Frühjahr der deutschen Maschinenbauer im August weiter verlangsamt.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat kletterte der Ordereingang um real 45 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Das Inlandsgeschäft stieg um 30 Prozent, bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 55 Prozent.

 Im Dreimonatszeitraum Juni bis August 2010 ergibt sich insgesamt ein Plus von 52 Prozent im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 45 Prozent und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 56 Prozent.

Ist das die Wachstumsdelle?

In den Einzelmonaten Juni und Juli lagen die Zuwachsraten noch bei 62 beziehungsweise 48 Prozent. "Hier deutet sich möglicherweise die bereits erwartete Wachstumsverlangsamung an", kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Wegen der überraschend starken Konjunktur hatte der VDMA zuletzt seine Produktionsprognose für 2010 auf sechs Prozent verdoppelt. Die stärksten Impulse verzeichnet die mittelständisch geprägte Branche aus südamerikanischen und asiatischen Schwellenländern wie Brasilien, China oder Indien.

Aber auch in Russland, Polen, der Türkei oder der Schweiz belebte sich die Nachfrage. Der exportorientierte Industriezweig, zu dem auch Schwergewichte wie ThyssenKrupp, GEA oder Gildemeister zählen, bildet mit gut 900.000 Mitarbeitern das Rückgrat der deutschen Wirtschaft.

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Quelle: n-tv.de

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