Alles muss rausAusverkauf bei Qimonda
Der insolvente Speicherchiphersteller Qimonda startet auch am Firmensitz in München den Ausverkauf seines Inventars. Vom Mittwoch an stünden auf dem Firmengelände Geräte wie Monitore, Drucker, Beamer, Desktops und Notebooks zum Verkauf, sagte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Michael Jaffe.
Der Erlös der Aktion fließt der Insolvenzmasse zu. Sie richtet sich an gewerbliche Kunden, die mehrere tausend Einzelteile erstehen können.
Seit Beginn des Ausverkaufs im Dresdner Werk Ende September sei ein niedriger einstelliger Millionenbetrag erzielt worden, sagte der Sprecher. Dort soll die Aktion noch bis Weihnachten weitergehen. In München ist der Inventarverkauf zunächst eintägig geplant, könnte aber bei entsprechender Resonanz auch im Wochenturnus veranstaltet werden.
Die Infineon-Tochter Qimonda mit einst weltweit rund 12.000 Beschäftigten hatte im Januar nach drastischem Preisverfall in der Branche und hohen Verlusten Insolvenzantrag gestellt. Mittlerweile sind in Dresden noch rund 140 und in München gut 130 Mitarbeiter mit der Verwertung beschäftigt. Bundesweit waren es ursprünglich 4600 Beschäftigte.