Dienstag, 03. August 2010
Wie bei "Hase und Igel": BASF vor Dow Chemical
Wie in der berühmten Fabel: Wartet Dow Chemical mit einem Umsatzplus von 20 Prozent auf, schafft Hauptkonkurrent BASF 30 Prozent. Noch deutlicher ist das Bild beim Gewinn. Dennoch gibt der US-Konzern nicht auf.
BASF ist der Konkurrenz um den US-Konzern Dow Chemical scheinbar immer einen Schritt voraus - wie in der Fabel von "Hase und Igel".
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der US-Chemiekonzern Dow Chemical kommt einfach nicht an seinen deutschen Rivalen BASF heran. Zwar erholten sich die Amerikaner im zweiten Quartal deutlich von der Krise des Vorjahres. Doch die Deutschen haben den schnelleren Antritt. Der Aktienkurs von Dow Chemical fiel vorbörslich um ein gutes Prozent.
Dow Chemical steigerte seinen Umsatz vor allem dank der Nachfrage aus Nordamerika und Europa um 20 Prozent auf 13,6 Mrd. Dollar (10,3 Mrd. Euro). Unterm Strich stand ein Gewinn von 566 Mio Dollar nach einem Verlust von 486 Mio. Dollar. BASF hatte seinen Umsatz im gleichen Zeitraum um fast 30 Prozent auf 16,2 Mrd. Euro hochschrauben können. Der Gewinn lag drei Mal so hoch wie bei den Amerikanern.
"Zurückhaltend optimistisch“
Dow-Chemical-Chef Andrew Liveris zeigte sich "zurückhaltend optimistisch" über die Wirtschaftsaussichten. Zwar würden die Firmenkunden wieder investieren, doch die Konsumenten hielten sich noch zurück, stellte er fest. Die gesamte Chemiebranche hatte schwer unter der Wirtschaftskrise gelitten und ihre Produktion gedrosselt. Tausende Mitarbeiter hatten gehen müssen.
Nun geht es wieder aufwärts. BASF schluckt im Aufschwung das Düsseldorfer Spezialchemieunternehmen Cognis, eine ehemalige Tochter des Konsumgüterkonzerns Henkel. Dow Chemical hatte schon im vergangenen Krisenjahr sein Spezialchemiegeschäft gestärkt mit dem Zukauf von Rohm & Haas.
dpa
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