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Schlimmstenfalls versagen die Rücklichter.
Schlimmstenfalls versagen die Rücklichter.(Foto: REUTERS)

Probleme mit Filtern und Leuchten: BMW startet Rückrufaktion

Ärger für BMW-Kunden: Der deutsche Hersteller muss weltweit rund 350.000 Autos zurückrufen. Betroffen sind Fahrzeuge verschiedener Baureihen. Auslöser des Rückrufs sind mögliche Probleme mit Dieselfiltern, Brems- und Blinkleuchten.

BMW ruft wegen Problemen mit Kraftstofffiltern weltweit rund 120.000 Autos mit Dieselmotoren in die Werkstätten. Wie ein Sprecher des Konzerns in München sagte, gibt es bei den Fahrzeugen vom Typ 1er, 5er, 7er, sowie den Geländewagen X3, X5 und X6 Probleme an der Heizung des Dieselfilters.

Heizung am Dieselfilter: Eher ein europäisches Problem.
Heizung am Dieselfilter: Eher ein europäisches Problem.(Foto: REUTERS)

Betroffen sind Wagen, die zwischen Oktober 2008 und Juni 2009 gebaut wurden. In Deutschland trifft das auf 35.000 Autos zu, in den USA müssen wegen der geringen Begeisterung für Diesel nur wenige Fahrzeuge zurück in die Werkstatt.

Dafür haben die Münchner dort mit anderen Problemen zu kämpfen: Bei älteren Wagen der 3er Reihe können Blinker und Rückleuchten schlapp machen. Der Konzern ruft deshalb im wichtigen US-Markt bis zu 241.000 weitere Fahrzeuge zurück.

Bei den Problemen mit dem Dieselfilter könne im Extremfall eine mangelhafte Steckverbindung dazu führen, dass sich die Filterheizung nach dem Start nicht abschalte, sagte der Sprecher. Fahrer würden diesen Defekt wohl am ehesten durch eine entleerte Batterie zu spüren bekommen.

Nur im schlimmsten Fall könne der Motor überhitzen und zumindest theoretisch in Brand geraten. Bisher seien keine Meldungen über Schäden bekannt. Die Kunden seien bereits angeschrieben. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat eine entsprechende Meldung bereits veröffentlicht.

Immer mehr Rückrufe

In den USA muss sich BMW mit ausfallenden Rückleuchten herumschlagen: Weil die Schlussleuchte, das Bremslicht oder die hinteren Blinker aussetzen können, ruft der Hersteller bis zu 241.000 Autos zurück. Betroffen sind die dort sehr beliebten 3er-Modelle aus den Jahren 2002 bis 2005, wie die zuständige US-Behörde NHTSA bekanntgab.

Diesen Angaben zufolge ist der Grund für den Ausfall, dass die elektrischen Kontakte im Laufe der Zeit nicht mehr richtig leiten. Allerdings sei das fehlerhafte Bauteil bei vielen Wagen bereits ausgetauscht worden, erklärte BMW. Die Zahl der tatsächlich betroffenen Autos sei deshalb deutlich geringer.

Das KBA verzeichnet seit längerem einen deutlichen Anstieg bei Rückrufaktionen. In anderen Ländern ist die Praxis zum Teil strikter als in Deutschland. 2010 zählte das KBA in Deutschland 185 Rückrufaktionen, 31 mehr als noch 2009.

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Quelle: n-tv.de

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