Dienstag, 14. Juli 2009
Fehlerhafte Bilanzen: BVB muss nachbessern
Der einzige börsennotierte deutsche Fußballklub Borussia Dortmund hat in den vergangenen Jahren zum Teil überhöhte Ergebnisse in den Bilanzen ausgewiesen. Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) monierte in einer Stichprobe den Jahres- und Konzernabschluss der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA wegen einer falschen zeitlichen Darstellung von Erträgen aus einem Ausrüstervertrag für die Bundesligaspielzeiten 2004/2005 bis 2008/2009.
In einer Pflichtmitteilung an die Börse kündigte die Gesellschaft an, den Aktionären auf der Hauptversammlung im November entsprechend veränderte Abschlüsse vorzulegen.
Unter dem Strich verblieben über den gesamten Zeitablauf aber keine negativen Effekte für den Verein, sagte Geschäftsführer Thomas Treß. Das reine operative Ergebnis sei in dem Zeitraum sogar besser ausgefallen. Zu Buche schlägt in den Veränderungen vor allem ein um 20 Mio. Euro reduziertes außerordentliches Ergebnis im Jahresabschluss 2005/2006.
Zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung sei die Geschäftsführung der Überzeugung gewesen, im Rahmen bestehender Ermessensspielräume und auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften bilanziert zu haben. Mit der Anerkennung der Einwände der DPR wolle die Gesellschaft langwierige rechtliche Auseinandersetzungen vermeiden.
Durch die veränderten Bilanzen sei zum Abschluss des Geschäftsjahres 2008/2009 die Vermögenslage "nicht wesentlich negativ beeinflusst" worden. Insgesamt dürfte der Verein Treß zufolge durch die veränderte Bilanzierung rund eine Mio. Euro weniger in der Kasse haben.
wne/dpa
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