Rationalisierung zeigt SpurenBahn benötigt Personal
Der Deutschen Bahn droht in den kommenden Jahren ein Personalnotstand, weil viele Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Dem will der Konzern nun entgegenwirken und verstärkt Personal einstellen bzw. ausbilden.
Die Deutsche Bahn will in den kommenden Jahren offenbar in großem Stil Personal einstellen. "Wir werden im Schnitt über die nächsten Jahre hinweg pro Jahr 5000 bis 7000 Mitarbeiter selber ausbilden oder von außen einstellen", sagte Personalvorstand Ulrich Weber der "Berliner Zeitung". Gesucht seien gering Qualifizierte genauso wie Fachkräfte und Akademiker.
"Wir entwickeln uns von einer Rationalisierungs- zu einer Rekrutierungsorganisation", sagte Weber. Die Zahl der Auszubildenden werde in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 500 auf 3400 steigen.
Der Konzern habe durch die lange Phase der Rationalisierung mit wenigen Neueinstellungen eine ungünstige Altersstruktur entwickelt, sagte Weber. "Rund 40 Prozent unserer Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt." Viele Kollegen würden in den kommenden Jahren in Ruhestand gehen.
Die Gewinnung neuer Mitarbeiter werde eine schwierige Aufgabe. "Wir können täglich feststellen, dass die Zahl der Bewerbungen auf unsere offenen Stellen abnimmt, weil die Kandidaten im Arbeitsmarkt mehr Möglichkeiten haben", sagte Weber.