Gutscheine für VielfahrerBahn entschädigt für Winter
Nach den massiven technischen Problemen in diesem Winter entschuldigt sich die Deutsche Bahn bei den Vielfahrern unter ihren Kunden mit Reisegutscheinen. Damit wolle man sich für das Verständnis und die Geduld der Kunden bedanken, hieß es.
In den vergangenen Tagen seien an Kunden wie etwa Pendler mit Zeitfahrkarten im Fernverkehr Entschuldigungsschreiben und Gutscheine verschickt worden, sagte ein Bahn-Sprecher. Besitzer von ICE-Jahreskarten etwa erhielten Reisegutscheine in Höhe von 50 Euro. Zur Zahl der verschickten Reisegutscheine und Entschuldigungsschreiben machte der Bahn-Sprecher zunächst keine Angaben.
Die Deutsche Bahn hatte in diesem Winter wegen niedriger Temperaturen und Schneefällen über Wochen hinweg massive technische Probleme. Im Fernverkehr kam es zu vielen Verspätungen und teils auch Zugausfällen.
Hersteller und Winter sind schuld
"Wir entschuldigen uns für die Betriebsstörungen", erklärte die Deutsche Bahn in dem Schreiben an die Kunden. Sie legte den Vielfahrern auch Gründe für die Beeinträchtigungen dar. Unter anderem stehen dem Konzern demnach momentan für den laufenden Betrieb weniger Züge zur Verfügung, da die ICE nach dem Achsbruch am Kölner Hauptbahnhof im Sommer 2008 häufiger zu Überprüfungen müssen. Hierbei handle es sich um "herstellerbedingte Mängel". Zudem hätten Schnee und Eis für technische Störungen an Weichen, Stromleitungen oder Zug-Kupplungen gesorgt.
Die Bahn nehme diese Vorkommnisse "sehr ernst" und habe in den Wintermonaten alle erforderlichen Schritte eingeleitet, um die Sicherheit der Kunden zu gewährleisten, erklärte der Konzern. Auch dies habe häufig Zeit gekostet und zu Beeinträchtigungen geführt. Das Unternehmen habe aber auch Konsequenzen für die Zukunft gezogen. In den Reparaturwerken der Deutschen Bahn wurde demnach das Personal aufgestockt und die Zahl der Enteisungsanlagen erhöht. Auch das Personal an den Bahnhöfen sei verstärkt worden. Daneben arbeite der Konzern "punktuell" stärker mit privaten Bahnunternehmen zusammen, "um kritische Strecken zu entlasten", erklärte die Deutsche Bahn.