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Mit dauerhaften Sparpreisen will die Bahn neue Kunden gewinnen und den Fernbussen trotzen.
Mit dauerhaften Sparpreisen will die Bahn neue Kunden gewinnen und den Fernbussen trotzen.(Foto: picture alliance / dpa)

Junge Kunden im Visier: Bahn lockt mit dauerhaften Sparpreisen

Wer Geld sparen will, fährt lieber mit dem Fernbus als mit dem Zug. Um das Problem anzugehen, setzt die Deutsche Bahn auf eine neue Strategie: volle Züge dank günstiger Fahrkarten. Unter anderem Studenten sollen davon profitieren.

Die Deutsche Bahn überlegt mit dauerhaften Sparpreisen im Fernverkehr neue Kunden zu gewinnen. Das Ziel seien "preissensible Kunden", sagte das Vorstandsmitglied für Verkehr und Transport, Berthold Huber. Aus diesem Grund werden vom 11. Februar bis 20. März noch einmal Tickets für 19 Euro angeboten. "Wir probieren es jetzt noch einmal, um dann eine Entscheidung zu treffen, das möglicherweise dauerhaft einzuführen", erläuterte Huber.

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Im vergangenen Jahr hatte die Bahn bei zwei solcher Aktionen nach eigenen Angaben 4,5 Millionen Tickets zu je 19 Euro verkauft. Wie viele Sondertickets mit Zugbindung diesmal auf den Markt kommen werden, ist nach Hubers Worten offen: Für die einzelnen Züge gebe es Obergrenzen, aber nicht für die Zahl der Tickets insgesamt.

"Im Moment ist es so, dass wir im Durchschnitt im Sparpreissegment die Preise senken mit dem Effekt, dass ich mehr Fahrgäste in die Züge kriege und hoffentlich am Ende mehr Umsatz mache", erläuterte Huber seine Strategie. "Wir versuchen einen Platz zu verkaufen, der sonst leer geblieben wäre." Bei der Preisbildung müsse die Bahn "viel flexibler und schneller werden. Da können wir von den Fernbussen lernen."

Bahn zu teuer für junge Leute

Radikale Änderungen im Preissystem der Bahn sind nicht zu erwarten, sie denkt allerdings auch darüber nach, die Bahncard 50 für Studenten dauerhaft günstiger zu verkaufen. "Wir haben bei der Bahncard 50 erhebliche Probleme gehabt, weil wir unter den jungen Leuten massiv Kunden verloren hatten", sagte Huber. Weil es inzwischen mehr Wahlmöglichkeiten beim Reisen gebe, hätten sich die jungen Leute gefragt, "soll ich so viel Geld für ein Stück Plastik ausgeben, von dem ich gar nicht genau weiß, ob ich es brauche".

Probeweise können Studenten die Bahncard deswegen zum halben Preis von 68,50 Euro kaufen. "Wir werten den Test zurzeit noch aus, aber man kann jetzt schon sehen: Wir haben die Bahncard in der jungen Zielgruppe signifikant mehr verkauft", so Huber. Dadurch nehme das Unternehmen zwar bei den Bahncards weniger ein, aber mehr bei den Zugfahrten: "Denn wenn die Kunden einmal eine Bahncard haben, dann fahren sie auch."

Die Konkurrenz vor allem durch Fernbusse hat der Bahn stark zugesetzt. 2015 stieg die Anzahl der Fahrgäste dennoch leicht auf rund 130 Millionen nach 129 Millionen im Jahr zuvor.

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Quelle: n-tv.de

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