Freitag, 23. Oktober 2009
Mitarbeiter ausgespäht: Bahn zahlt Millionen-Bußgeld
Der heimliche Abgleich von Mitarbeiterdaten wird teuer für die Bahn.
(Foto: dpa)
Die Deutschen Bahn hat das Millionen-Bußgeld gegen den Konzern im Datenskandal akzeptiert. Das Unternehmen will keine Rechtsmittel gegen den Bußgeldbescheid des Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix einlegen.
Die Strafe beläuft sich laut Bahn auf 1,1 Mio. Euro. "Wir haben nach der Datenaffäre tiefgreifende Umstrukturierungen im Unternehmen vorgenommen, so dass derartige Fehlentwicklungen künftig ausgeschlossen sind", erklärte Bahn-Chef Rüdiger Grube.
Die Bahn steht seit Monaten wegen ihrer Datenaffäre in der Kritik. Der Konzern hatte im Kampf gegen Korruption im eigenen Haus seine Mitarbeiter systematisch überprüft und überwacht. So glich das Unternehmen in fünf Überprüfungen zwischen 1998 und 2006 die Daten von Bahn-Mitarbeitern mit Lieferantendaten ab. Bei den großangelegten Aktionen wurden teilweise auch Angehörige der Bahn-Beschäftigten überprüft.
AFP
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