Arriva-ÜbernahmeBaldiges Bahn-Angebot
Im Fall Arriva will die Deutsche Bahn angeblich in der kommenden Woche Nägel mit Köpfen machen. Im Gespräch ist ein Gebot von rund einer Milliarde Euro.
Die Deutsche Bahn steht Medienberichten zufolge kurz vor einem Milliarden-Übernahmeangebot an den britischen Verkehrskonzern Arriva. Der "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf konzernnahe Kreise, der Vorstand wolle sich auf einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates hierzu am kommenden Mittwoch die Zustimmung sichern.
Vermutlich werde die Bahn zunächst nur gut eine Milliarde Euro bieten, um den Arriva-Aktienkurs nicht noch weiter in die Höhe zu treiben. Die Zeitung zitiert vorab jedoch eine nicht namentlich genannte Person mit den Worten: "Am Ende dürfte der Preis bei 2,1 oder 2,2 Milliarden Euro liegen".
Arriva mit Sitz im englischen Sunderland hat 44.000 Beschäftigte und ist nach eigenen Angaben in zwölf europäischen Ländern mit Bahnen und Bussen präsent. Auch in Deutschland betreiben mehrere regionale Gesellschaften Netze für Nahverkehrszüge.
Die Deutsche Bahn ist in Großbritannien bereits im Fracht- und Personenverkehr präsent. Zunächst wurde 2007 die größte britische Güterbahn EWS übernommen; 2008 kaufte der Konzern einen Anbieter im Personennahverkehr. Eine Tochter betreibt seitdem unter anderem Pendlerzüge zwischen London und Birmingham. Die Tochter DB Regio UK übernimmt zudem vom 1. April an für sieben Jahre ein Verkehrsnetz im Nordosten Englands.