Freitag, 30. April 2010
Schäuble will Einzelgespräche: Banken nach Athen tragen
Schäuble will die Banken in Einzelgesprächen von einem stärkeren Engagement in Girechenland überzeugen.
(Foto: dpa)
Die Bundesregierung will die deutschen Banken nach einem Zeitungsbericht zum verstärkten Kauf von griechischen Anleihen drängen. Sobald das von IWF, Europäischer Zentralbank und Europäischer Union ausgehandelte neue Konsolidierungsprogramm für Griechenland vorliege, wolle Finanzminister Wolfgang Schäuble in Einzelgesprächen die Spitzenvertreter der deutschen Banken dazu bringen, in Griechenland-Anleihen einzusteigen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Regierungskreise.
Die Regierung verspricht sich dem Blatt zufolge davon, ein Vertrauenssignal zu setzen. Es gehe dabei ausdrücklich nicht um einen Forderungsverzicht, sondern nur um stabilisierende Maßnahmen im volatilen Anleihenmarkt. Das Engagement der Banken soll im Übrigen freiwillig sein.
Bislang hatte insbesondere die SPD gefordert, die Banken müssen einen Beitrag zur Stabilisierung des hochverschuldeten Griechenland leisten. Einzelne Stimmen in diese Richtung hatte es aber auch schon aus der Union und der FDP gegeben.
Der von Investoren geforderte Risikoaufschlag für griechische Staatsanleihen hat sich derweil verringert. Investoren zeigten sich zuversichtlich, dass sich die EU in den kommenden Tagen auf Finanzhilfen für das angeschlagene Land verständigen wird. Der Spread der zehnjährigen griechischen Staatsanleihen zu den vergleichbaren Bundesanleihen sank auf 716 Basispunkte nach einem Schlussstand von 765 Basispunkten am Vortag.
rts
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