Wirtschaft

Investitionen in großem Stil : Bayer expandiert in Asien

Der asiatische Markt wird für Bayer immer wichtiger. Der Pharma- und Chemiekonzern nimmt viel Geld in die Hand, um größere Investitionen in der Region zu tätigen. Konzernchef Dekkers strebt dort auch eine kräftige Zunahme der Beschäftigtenzahlen an. Allein in China will Bayer seinen Umsatz bis 2015 auf sechs Milliarden Euro von 2,9 Milliarden im vergangenen Jahr annähernd verdoppeln.

Marijn Dekkers hat ehrgeizige Ziele in Asien.
Marijn Dekkers hat ehrgeizige Ziele in Asien.(Foto: picture alliance / dpa)

Bayer will mit Milliardeninvestitionen seine Geschäfte in den Wachstumsmärkten Asiens vorantreiben. Rund 1,8 Milliarden Euro will der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern im Zeitraum 2010 bis 2015 in der Region in Sachanlagen investieren. Besonders im Fokus steht dabei China, das schon jetzt für Bayer der größte Markt in Asien ist.

Mit der Expansion in Fernost strebt Bayer-Chef Marijn Dekkers auch eine kräftige Zunahme der Beschäftigtenzahlen in der Region an. Arbeiteten im vergangenen Jahr noch 23.700 Beschäftigte für Bayer in Asien, könnten es den Plänen Dekkers zufolge bis 2015 bereits über 30.000 sein.     

"Wir wollen unseren Umsatz in der Region Asien bis zum Jahr 2015 um mehr als 60 Prozent steigern", kündigte der Bayer-Chef in Shanghai an. Das bedeute einen Anstieg auf deutlich mehr als elf Milliarden Euro Umsatz nach 6,9 Milliarden Euro im Jahr 2010. Im vergangenen Jahr hatte das Asiengeschäft rund ein Fünftel zum Konzernumsatz beigetragen. "Wir sind bereits mit großen Produktionsanlagen hier - und wir wollen auch in Zukunft weiter expandieren", sagte Dekkers. Auch Forschung und Vertrieb in der Region sollen ausgebaut werden.

Allein in China will Bayer seinen Umsatz bis 2015 auf sechs Milliarden Euro von 2,9 Milliarden im vergangenen Jahr annähernd verdoppeln, wie Dekkers bekräftigte. Aber auch in anderen asiatischen Ländern plant das Unternehmen zum Teil starke Umsatzzuwächse. So sollen beispielsweise in Indien die Erlöse bis 2015 auf rund eine Milliarde Euro klettern von gut 500 Millionen Euro im vergangenen Jahr. In Japan peilt Dekkers 2015 Umsätze von rund 2,4 Milliarden Euro an nach knapp zwei Milliarden im vergangenen Jahr.

Kunststoffgeschäft legt kräftig zu

Gleich deutschen Chemie-Rivalen wie BASF und Lanxess setzt Bayer in den nächsten Jahren verstärkt auf das China-Geschäft. Der Konzern ist dort mit allen drei Konzernbereichen, Gesundheit (HealthCare), Kunststoffe (MaterialScience) und Pflanzenschutz (CropScience), tätig. Die Produktion von Aspirin begann bereits 1936 in Shanghai. Von den für 2015 anvisierten sechs Milliarden Umsatz im Reich der Mitte soll etwa die Hälfte das Kunststoffgeschäft erwirtschaften, das bereits in den vergangenen Jahren vom rasanten Wirtschaftsaufschwung des Landes profitiert hatte. Der Gesundheitsbereich, zu dem auch das Pharmageschäft gehört, soll 2015 auf etwa 2,5 Milliarden Euro Umsatz in China kommen, die Pflanzenschutzsparte auf gut 300 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr hatte Bayer im Kunststoffgeschäft 1,8 Milliarden Euro in China erwirtschaftet. Im Gesundheitsbereich, in dem Bayer zu den fünf größten Unternehmen in China gehört, waren es 926 Millionen Euro. Deutlich geringer waren mit 130 Millionen Euro die Umsätze im Pflanzenschutzgeschäft. Mit einem Marktanteil von knapp fünf Prozent ist Bayer in China nach eigenen Angaben drittgrößter Anbieter in der Agrarchemie.

Quelle: n-tv.de

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