Mit auf dem KonjunkturzugBayernLB erholt sich
Langsam, aber sicher geht es mit der BayernLB wieder aufwärts. Die zweitgrößte deutsche Landesbank verzeichnet im dritten Quartal ein ordentliches Ergebnis. Für das Gesamtjahr 2010 wird mit schwarzen Zahlen gerechnet.
Die BayernLB hat im dritten Quartal dieses Jahres spürbar von der Konjunkturerholung profitiert und rechnet dieses Jahr insgesamt wieder mit deutlichen Gewinnen. Mit dem bereits weitgehend umgesetzten Umbau sei die Bank auf dem richtigen Wege, sagte Vorstandschef Gerd Häusler in München.
Das Vorsteuerergebnis kletterte in den ersten neun Monaten leicht auf 669 Millionen Euro nach um Sondereffekte bereinigten 642 Millionen Euro im Jahr zuvor. Obwohl sich die Risikovorsorge fast halbierte, ging das operative Ergebnis auf 545 (Vorjahr 888) Millionen Euro zurück. Hauptgrund dafür waren geringere Erträge im Handel.
Häusler warnte davor, die Erwartungen zu hoch zu schrauben. Deutschlands zweitgrößte Landesbank, die gerade Fusionsgespräche mit der WestLB beendet hat, werde voraussichtlich ein schwächeres viertes Quartal haben. Er verwies auf Probleme der ungarischen Tochter MKB sowie die traditionell zum Jahresende steigende Vorsorge im Kreditgeschäft.
Für das dritte Quartal wies die BayernLB ein Vorsteuerergebnis von 115 Millionen Euro aus - mehr als doppelt so viel wie im zweiten Quartal, aber deutlich weniger als in den ersten drei Monaten. In den vergangenen beiden Jahren hat die Landesbank Verluste von zusammen fast acht Milliarden Euro angehäuft und hätte ohne Kapitalspritzen des Freistaats die Finanzkrise nicht überlebt.