Freitag, 11. September 2009
Bruch zwischen Hauptaktionären: Beisheim verlässt Metro
Der Metro-Gründer Otto Beisheim und die Familienunternehmen Haniel und Schmidt-Ruthenbeck gehen beim größten deutschen Handelsriesen künftig getrennte Wege.
Otto Beisheim
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Wie die Beisheim-Gruppe mitteilte, kündigte Beisheim den seit Jahren bestehenden Poolvertrag mit den beiden anderen Gesellschafterstämmen zum 1. Oktober.
Dieser Schritt erfolge, um größtmögliche Flexibilität als unabhängiger Gesellschafter zu erlangen, hieß es. In der Poolvereinbarung hatten sich Beisheim, Haniel und Schmidt-Ruthenbeck unter anderem über die Ausübung von Stimmrechten bei der Metro verständigt.
Auch nach dem Ausscheiden werde Otto Beisheim Gesellschafter und Hauptaktionär bleiben, hieß es weiter. Der Metro-Gründer hält derzeit 18,5 Prozent an dem Handelsriesen. Zwischen den drei Hauptaktionären war es vor zwei Jahren zum Bruch gekommen, als Haniel seine Anteile an Metro auf 34 Prozent aufgestockt hatte. Gemeinsam mit der befreundeten Unternehmerfamilie Schmidt-Ruthenbeck hält Haniel seitdem über 50 Prozent der Metro-Anteile.
Damit war die gleichgewichtige Machtverteilung zwischen den drei Aktionärsgruppen aus dem Lot geraten. Haniel hatte bei Metro praktisch das Ruder übernommen. Wenig später rückte der Vorstandschef der Duisburger Haniel-Gruppe, Eckhard Cordes, auch in den Chefsessel des Metro- Konzerns. Cordes gibt nun aber seinen Chefposten bei Haniel auf, um sich ganz Metro widmen zu können.
wne/dpa
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