Wirtschaft

Unsichere US-Wirtschaft Bernanke sieht Hürden

07.04.2010, 22:25 Uhr
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Noch nicht überm Berg: Fed-Chef Bernanke ist noch skeptisch, was die US-Wirtschaft angeht. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Noch ist es nicht geschafft. Das zumindest ist die Meinung von Notenbankchef Bernanke, was die Lage der US-Wirtschaft angeht. Das Finanzsystem sei zwar stabil, aber die Kreditvergabe immer noch schwach.

Sorgen über Jobs, ein weiter schwacher Immobilienmarkt und spärlicher Kreditfluss: Die US-Wirtschaft hat auf dem Pfad der Erholung nach Ansicht von Notenbankchef Ben Bernanke noch einiges an Hürden vor sich. "Wir sind bei weitem noch nicht über den Berg", sagte Bernanke. Viele Amerikaner hätten mit Arbeitslosigkeit und Zwangsversteigerungen oder beidem zu kämpfen. Die Kreditvergabe durch die Banken sei nach wie vor "sehr schwach", obwohl das Finanzsystem nach der schweren Krise wieder mehr oder minder normal funktioniere.

Die größte Volkswirtschaft der Welt laufe noch immer "deutlich unterhalb ihres Potenzials", sagte der Zentralbankchef. Immerhin werde das Wirtschaftswachstum - gestützt durch die Geldpolitik der Federal Reserve - in diesem Jahr stark genug sein, um die Arbeitslosenquote allmählich zu verringern. Bernanke äußerte sich in seiner Rede nicht zum künftigen Zinskurs der Fed.

Die Arbeitslosenquote lag im März bei 9,7 Prozent. Mit 162 000 neu hinzugekommenen Jobs war es im vergangenen Monat auf dem US-Jobmarkt jedoch zu einer Trendwende gekommen. Durch die schlimmste Rezession seit Jahrzehnten büßten die USA über acht Millionen Stellen ein.

Quelle: rts