Am Großprojekt verhobenBioleks Firma pleite
Die TV-Produktionsfirma Pro GmbH muss die weiße Fahne schwenken. Das von Alfred Biolek gegründete Unternehmen reicht beim Kölner Amtsgericht einen Insolvenzantrag ein. Der Insolvenzverwalter bleibt zuversichtlich.
Die von Alfred Biolek gegründete TV-Produktionsfirma Pro GmbH ist zahlungsunfähig. Das Unternehmen habe beim Kölner Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Christoph Niering mit. Er bestätigte damit entsprechende Gerüchte. Niering sieht den Angaben zufolge Chancen dafür, dass die Firma weitergeführt werden kann.
Grund für den Insolvenzantrag sei, dass ein festeingeplantes Großprojekt aus technischen Gründen nicht wie vorgesehen in diesem Jahr umgesetzt werden könne, erklärte Pro-Geschäftsführer Andreas Lichter. "Die Insolvenz ließ sich trotz des bereits vor einiger Zeit eingeschlagenen Sanierungsweges damit nicht mehr vermeiden." Das Unternehmen hat 15 Mitarbeiter.
Biolek und Lichter hatten die Firma 1979 gemeinsam gegründet. Zunächst konzentrierte sie sich auf die Produktion von Biolek-Sendungen wie "Bios Bahnhof" oder "Boulevard Bio". 1987 stieg Dirk Bach als Mitgesellschafter ein. Aktuell produziert die Pro GmbH unter anderem die Kabarettsendung "Mitternachtsspitzen". Diese Produktionen laufen nach Angaben von Niering unverändert weiter.