Wirtschaft

Bier und BabymodeBitburger baut aus

21.02.2010, 12:03 Uhr

Die Holding des Getränkekonzerns Bitburger will die Mehrheit am Dornburger Kindermode- und -spielzeughersteller Sterntaler übernehmen. Darüber hat die Holding das Bundeskartellamt informiert.

Bitburger
Hier braut sich was zusammen. (Foto: picture alliance / dpa)

Bitburger will nicht länger nur Bier brauen, sondern auch in Spielwaren und Kindermode investieren: Die Holding des Getränkekonzerns meldete beim Bundeskartellamt an, die Mehrheit am hessischen Unternehmen Sterntaler übernehmen zu wollen.

Das geht aus der Internetseite des Bundeskartellamtes hervor, sowohl das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" als auch die Tageszeitung "Trierischer Volksfreund" berichten darüber. Sterntaler produziert neben Spielzeug vor allem Baby-Ausstattungen.

Nach dem "Spiegel"-Bericht dürfte der ungewöhnliche Übernahmeplan mit den Schwächen im Biergeschäft zu tun haben. Offiziell heißt es demnach bei dem Getränkehersteller aus Rheinland-Pfalz, man sei "unter anderem vermögensverwaltend für die Gesellschafter der Bitburger-Holding tätig. In dieser Funktion investiert sie Mittel der Gesellschafter in Finanz- und Kapitalanlagen unterschiedlicher Art". Der Kauf solle eine Finanzanlage in Form einer "direkten Beteiligung an einem erfolgreichen mittelständischen Unternehmen" sein. Die Mitarbeiter von Sterntaler sollen dem Magazin zufolge erst am Mittwoch von der geplanten Übernahme erfahren.

Nach dem Bericht des "Trierischen Volksfreunds" müssen die Wettbewerbshüter dem Vorhaben noch zustimmen. Zu der Braufamilie gehören neben der Hauptmarke Bitburger auch König Pilsener, Licher, Köstritzer und Wernesgrüner. 2009 setzte die Gruppe rund 7,3 Mio. Hektoliter Bier ab.

Quelle: dpa