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Überraschend starkes Quartal: Blackberry nähert sich der Null

Der Sparplan zeigt Wirkung: Der kanadische Smartphone-Pionier Blackberry kann seine Verluste im zurückliegenden Quartal überraschend deutlich verringern. Analysten sehen Hoffnung. Der Aktienkurs zieht steil an.

Die Bemühungen um eine Neuausrichtung des schwer unter Druck geratenen Blackberry-Konzerns scheint erste Früchte zu tragen: Das kanadische Unternehmen verkaufte im ersten Geschäftsquartal von März bis Mai mehr Geräte als in den drei Monaten zuvor. Blackberry-Chef John Chen konnte den Umsatzschwund stoppen und unter Ausschluss von Sonderfaktoren sogar wieder einen kleinen Gewinn ausweisen.

Für das abgelaufene Quartal wies der kanadische Konzern kurz vor  Handelsstart in New York ein Minus nach Sonderposten von 60 Millionen Dollar oder 11 Cent je Aktie aus. Analysten hatten einen mehr als doppelt so hohen Fehlbetrag erwartet. Ohne Sonderposten kam Blackberry gar auf einen Netto-Gewinn von 23 Millionen Dollar.

Greifbarer Hoffnungsträger: Blackberry-Chef John Chen mit dem neuen "Z3" für den indonesischen Markt (Archivbild).
Greifbarer Hoffnungsträger: Blackberry-Chef John Chen mit dem neuen "Z3" für den indonesischen Markt (Archivbild).(Foto: REUTERS)

Bei den Anlegern kam der aktuelle Quartalsbericht sehr gut an: Die Blackberry-Aktien stiegen vorbörslich um 11 Prozent. Das Unternehmen sei "auf Kurs", erklärte Chen. Unter seiner Leitung verfolgt das Unternehmen ein strammes Sparprogramm.

Mit dem taiwanischen Auftragsfertiger Foxconn fand Chen einen Partner für die Produktion günstiger Smartphones. Das jüngst vorgestellte Modell Z3 soll Kunden in Indonesien und später auch in anderen asiatischen Ländern anlocken. Die Markteinführung sei erfolgreich verlaufen, hieß es am Blackberry-Sitz in Waterloo nahe Toronto.

1,6 Millionen Smartphones

Die Brutto-Gewinn-Marge stieg von 33,9 auf 46,7 Prozent. Blackberry verkaufte im vergangenen Quartal 1,6 Millionen Smartphones nach 1,3 Millionen in den drei Monaten zuvor. Der Umsatz lag nahezu stabil bei 966 Millionen Dollar (708 Mio. Euro). Blackberry verzeichnete einen Gewinn von 23 Millionen Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresquartal schrumpfte Blackberry indes massiv: Damals hatten die Kanadier 6,8 Millionen Smartphones ausgeliefert und einen Umsatz von 3,1 Milliarden Dollar eingefahren.

In den vergangenen Jahren hatte Blackberry die Konkurrenz der Wettbewerber im vergleichsweise jungen Marktsegment der Smartphones massiv zu spüren bekommen. Insbesondere die Erfolge von Apple mit dem iPhone und den Android-Handys von Konkurrenten wie Samsung ließen Umsätze und Absatzzahlen bei Blackberry in den Keller rutschen.

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Quelle: n-tv.de

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