Wirtschaft

"Das Flugzeug ist fertig": Boeing liefert "Dreamliner" aus

Aufatmen in Everett: Nach einer jahrelangen Pannenserie geht in wenigen Wochen erstmals ein Langstrecken-Flieger 787 "Dreamliner" von Boeing an seinen neuen Besitzer. Die Aufsichtsbehörden in den USA und Europa geben grünes Licht für den neuen Langstreckenflieger. Die Erwartungen an das Flugzeug sind hoch.

(Foto: AP)

Mit drei Jahren Verspätung liefert Boeing seinen Langstrecken-Jet 787 "Dreamliner" an den ersten Kunden aus. Am 26. September soll die Premierenmaschine an die japanische All Nippon Airways (ANA) übergeben werden. Am Tag darauf soll der "Dreamliner" dann vom Werksgelände in Everett im US-Bundesstaat Washington nach Japan starten.

"Das Flugzeug ist fertig", sagte Jim Albaugh, Chef von Boeings Verkehrsflugzeug-Sparte. Boeing hatte zuvor von den Flugsicherheitsbehörden in den USA und Europa die Zulassung für den neuen Typ erhalten. Unter anderem eine letztlich glimpflich abgelaufene Notlandung einer Testmaschine hatte die Freigabe immer weiter verzögert.

"Neues Kapitel in der Luftfahrt-Geschichte"

ANA hatte 2004 50 Dreamliner-Flugzeuge bestellt und das neue 787-Programm damit in Gang gebracht. Die Erwartungen an den "Dreamliner" sind hoch: 827 Maschinen sind insgesamt bestellt, 15 davon gehen nach Deutschland an Air Berlin. "Mit diesem Flugzeug beginnt ein neues Kapitel in der Luftfahrt-Geschichte", erklärte Albaugh. Projektchef Scott Fancher sagte bei einem Festakt auf dem Werksgelände, der Jet mische die Karten in der Luftfahrt neu.

Der ANA-Dreamliner soll im Dezember auf der Route Tokio-Peking in Betrieb genommen werden, als erste Langstrecke folgen dann im Januar Flüge zwischen Tokio und Frankfurt am Main.

Leichtgewicht

Der "Dreamliner" besteht zu großen Teilen aus leichten Verbundmaterialien statt wie üblich aus Aluminium. Das hatte zu massiven Problemen bei der Entwicklung und Produktion geführt und den Zeitplan immer wieder durcheinander gebracht. Am Ende soll sich die neue Technik aber durch Spriteinsparungen auszahlen. Boeing verspricht den Passagieren darüber hinaus ein besonders angenehmes Reisen.

Ein "Dreamliner" kostet laut Liste bis zu 218 Mio. US-Dollar, umgerechnet rund 150 Mio. Euro. Bevor Boeing mit dem Flugzeug jedoch Geld verdient, müssen erst einmal die horrenden Kosten durch die Verzögerungen wieder hereingeholt werden. Airbus' Antwort auf den "Dreamliner" ist der A350, der den Planungen zufolge ab Ende 2013 ausgeliefert wird.

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Quelle: n-tv.de

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