Montag, 15. Juni 2009
Rohstoff der Zukunft: Bolivien baut Lithium ab
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Bolivien will das für Elektroauto-Batterien benötigte Metall Lithium ohne die Hilfe ausländischer Investoren gewinnen und verarbeiten.
Lithium-Ionen-Bauteil eines Auto-Akkus: Der US-Zulieferer Johnson Controls fertigt die Batterien in Nersac, Südwestfrankreich.
(Foto: REUTERS)
"Der bolivianische Staat will im Grunde in eigener Regie eine Fabrik zur Lithium-Verarbeitung haben", sagte der Generaldirektor des Bergbauministeriums, Freddy Beltrán, der Zeitung "La Razón". Bisher ist Bolivien in Verhandlungen mit Konzernen auf Frankreich, Südkorea und Japan.
Laut bolivianischer Regierung wollen die ausländischen Firmen das Metall in seiner Rohform exportieren. Bolivien aber will den Rohstoff im eigenen Land verarbeiten. Dazu baut der Staat derzeit eine Pilotfabrik in der Andenregion Uyuni, wo Lithiumkarbonat gewonnen werden soll, das für die Herstellung für Elektroauto-Batterien benötigt wird.
Bei der Entwicklung der E-Autos sind langlebige Batterien ein Schlüsselelement. Derzeit setzt die Branche vor allem auf sogenannte Lithium-Ionen-Batterien, um die Autos konkurrenzfähig zu machen.
Schlüssel-Metall statt Öl
Bolivien hat nach eigenen Angaben die weltweit größten Lithium-Vorkommen. In dem Land liegen demnach rund fünf Milliarden Tonnen des weichen Metalls.
Der bolivianische Präsident Evo Morales hat seit seinem Amtsantritt die Stellung des Staats beim Abbau der Rohstoffe in den Land gestärkt. 2006 hatte er die bolivianischen Ölvorkommen, den wichtigsten Rohstoff des Landes, verstaatlicht.
AFP
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