Das erste Burger-King-Restaurant wurde am 4. Dezember 1954 in Miami, Florida unter dem Namen Insta Burger King eröffnet.
(Foto: REUTERS)
Donnerstag, 02. September 2010
Finanzinvestor übernimmt: Burger King gehört Brasilianern
Die Fast-Food-Kette schlüpft unter das Dach von 3G Capital. Der Finanzinvestor blättert vier Milliarden Dollar für Burger King hin. Darin enthalten sind auch die Schulden des Unternehmens. Hinter dem New Yorker Finanzinvestor stehen wohlhabende Brasilianer.Die weltweit zweitgrößte Fast-Food-Kette Burger King wechselt den Besitzer. Für vier Milliarden US-Dollar inklusive Schulden schluckt der Finanzinvestor 3G Capital das börsennotierte Unternehmen.
Der Verwaltungsrat von Burger King habe dem Geschäft zugestimmt, teilte der Schnellrestaurant-Betreiber mit. Auch die Großaktionäre TPG, Bain und Goldman Sachs stehen hinter dem Verkauf.
Pro Aktie fließen 24 Dollar, ein Aufschlag von 46 Prozent zum Schlusskurs vom Dienstag. Danach hatten erste Spekulationen über eine bevorstehende Übernahme die Aktie steil nach oben getrieben. Seitdem verdichteten sich die Hinweise, dass die weithin unbekannte 3G zuschlägt. Hinter dem New Yorker Finanzinvestor stehen wohlhabende Brasilianer.
Bis zum Jahresende will 3G die Transaktion über die Bühne bringen. Alex Behring von 3G sprach von einer Kultmarke, die sich seine Gesellschaft einkaufe. Allerdings müssen die Kartellbehörden noch zustimmen, außerdem kann es theoretisch passieren, dass ein Konkurrenzbieter auftaucht. Bis 2006 war Burger King schon einmal komplett in der Hand von Finanzinvestoren.
Gegenüber McDonald's im Hintertreffen
Das Geschäft lief für Burger King zuletzt deutlich schlechter als für den Erzrivalen McDonald's, die weltweite Nummer eins der Burger-Branche. Die hohe Arbeitslosenrate und die schwache Erholung im wichtigen US-Markt machen der Fastfood-Kette schwer zu schaffen. Burger King musste auch im jüngsten Quartal noch Umsatzrückgänge verbuchen, während der Erzrivale McDonald's bereits seit längerem wieder auf Wachstumskurs ist.
McDonald's gelang unter anderem ein Erfolg mit Café-Angeboten, mit denen das Unternehmen aus der Fast-Food-Nische herausbrach und auch Kaffeehäusern Kunden abjagte.
dpa/rts
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