Donnerstag, 19. August 2010
Trotz Fußball-WM: Bwin hat sich verzockt
Eine Fußball-WM ist für einen Sportwettenanbieter eigentlich ein Selbstläufer. Dennoch weist Bwin im abgelaufenen Quartal einen Verlust aus. Expansion ist eben nicht umsonst.Der Internet-Sportwettenanbieter Bwin hat im zweiten Quartal 2010 überraschend einen Verlust ausgewiesen - trotz deutlich höherer Wetterlöse durch die Fußball-Weltmeisterschaft. Unter dem Strich steht ein Verlust von 2,8 Mio. Euro nach einem Gewinn von 0,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen mitteilte. Den Verlust begründete Bwin mit den Kosten für den Markteintritt in Frankreich kurz vor Beginn der Fußball-WM. Bwin verfehlte den Konsensus deutlich: Analysten hatten einen Gewinn von 12,5 Mio. Euro erwartet.
Bwin verbuchte Brutto-Roherträge - also Wetteinsätze abzüglich der Gewinne - von 127 Mio. Euro, deutlich mehr als die 95 Mio. Euro im Vergleichszeitraum. Operativ rutschte Bwin damit auf 3 Mio. Euro ins Minus, nach einem ausgeglichen Betriebsergebnis (Ebit) im Vorjahresquartal.
Bei Fusion im Zeitplan
Bwin ist der kontinentaleuropäische Marktführer bei Sportwetten. Im ersten Halbjahr haben an die 1,4 Mio. Kunden rund 160 Millionen mal auf Sportereignisse gewettet. Zur geplanten Fusion mit der britischen PartyGaming erklärte Bwin, man liege im Zeitplan. Der Zusammenschluss soll im ersten Quartal 2011 erfolgen. PartyGaming bringt vor allem ein starkes Online-Poker- und Casinogeschäft ein.
rts
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