Notverkäufe in SpanienBwin wittert Chance
Spanien stemmt sich mit Notverkäufen gegen die desolate Haushaltslage. 30 Prozent der staatlichen Lotterie sollen zu Geld gemacht werden. Der Sportwettenanbieter Bwin wittert eine günstige Gelegenheit. Einem Zeitungsbericht zufolge stehen seine Chancen nicht schlecht.
Der Sportwettenanbieter Bwin kann sich einem Zeitungsbericht zufolge Hoffnungen auf Anteile an der staatlichen spanischen Lotterie machen. Bwin gehöre zu den aussichtsreichen Bietern für die zum Verkauf stehenden 30 Prozent, berichtete die spanische Zeitung "El Mundo". Daneben gehörten die spanischen Firmen Codere, Cirsa und Recreativos Franco sowie die italienische Lottomatica zu den möglichen Käufern.
Bwin, Sponsor des traditionsreichen spanischen Fußballvereins Real Madrid, schaue sich die Entwicklungen in der spanischen Lotterielandschaft genau an, derzeit stehe aber das eigene Online-Geschäft im Mittelpunkt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Die spanische Regierung hatte vergangenen Mittwoch ihre Pläne vorgestellt, die Lotterie in Teilen zu privatisieren, um mit den Erlösen ihre Schulden zu verringern. Das Staatslotto ist das bei weitem lukrativste öffentliche Unternehmen des Landes mit geschätzten 2,6 Mrd. Euro Einnahmen im laufenden Jahr. Die Regierung Zapatero will mit dem Verkauf fünf Mrd. Euro erzielen und denkt auch über eine Börsennotierung der Lotteriegesellschaft nach.