Wirtschaft

Bald zweitgrößte Wirtschaftsmacht: China bedrängt Japan

Die Volksrepublik China schickt sich an, Japan als zweitgrößte Wirtschaftsmacht nach den USA zu überholen. Im Krisenjahr 2009 schafft China noch ein BIP-Wachstum von 9,1 Prozent. Im ersten Quartal dieses Jahres sind es 11,9 Prozent.

Blick auf die größte chinesische Stadt Shanghai.
Blick auf die größte chinesische Stadt Shanghai.(Foto: picture alliance / dpa)

China ist Japan im Rennen um den Status der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt immer dichter auf den Fersen: Mit überraschend kräftigem Wachstum im Krisenjahr 2009 kam die Volksrepublik ihrem Ziel näher, den Rivalen in Fernost bald als zweitgrößte Wirtschaftsmacht nach den USA abzulösen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im bevölkerungsreichsten Land der Erde legte um 9,1 Prozent zu und wuchs damit stärker als zunächst mit 8,7 Prozent angenommen, wie das Nationale Statistikamt in Peking mitteilte. Die Behörde begründete die Revision mit einer höheren Industrieproduktion und einem stärkeren Wachstum des Dienstleistungssektors.

Sollte China sein Wachstumstempo halten oder gar steigern, wird es sehr wahrscheinlich bereits dieses Jahr als Wirtschaftsmacht an Japan vorbeiziehen. Das BIP der Volksrepublik war im ersten Quartal 2010 um 11,9 Prozent gestiegen. Damit dürfte der Höhepunkt jedoch überschritten sein: Das Wachstum wird sich nach Einschätzung des Staatlichen Informationszentrums bis zum Schlussquartal 2010 auf 8,2 Prozent abkühlen.

Größten Währungsreserven

China hat sich mit seinem Wachstum in der globalen Krise als Konjunkturlokomotive erwiesen. Das asiatische Land hat zugleich die größten Währungsreserven der Welt angehäuft. Nach Angaben der Obersten Währungsaufsicht SAFE beträgt das Gesamtvolumen 2,45 Billionen US-Dollar. Dabei hat die Volksrepublik laut SAFE Anlagen in Dollar, Yen, Euro und Währungen von Schwellenländern im Depot.

In Bankenkreisen gilt es als realistische Annahme, dass rund zwei Drittel der Währungsreserven in Dollar angelegt sind. Das genaue Mischungsverhältnis hält die Behörde jedoch geheim, um keine Turbulenzen an den internationalen Märkten heraufzubeschwören. "Natürlich bleibt die Währungsstruktur nicht immer gleich, sie wird vielmehr dynamisch optimiert", heißt es auf der Internetseite der SAFE.

Quelle: n-tv.de

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