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Wirtschaft
Stress aus Fernost. China kennt sich mit Strapazen aus.

Stress aus Fernost. China kennt sich mit Strapazen aus.
(Foto: REUTERS)

Freitag, 02. April 2010

"Riesige Mengen fauler Kredite": China fürchtet Rückschläge

Auf den globalen Finanzmärkten drohen nach Einschätzung Chinas neue Blasen und ein Anstieg der Inflation. Die Notenbank des Landes warnte am Freitag in einem langen Bericht zudem, dass in den Bilanzen von europäischen Banken und US-Instituten noch immer riesige Mengen fauler Kredite schlummerten, die zur Gefahr für die Weltwirtschaft werden könnten. Zudem wies die Zentralbank auf das Risiko hin, dass führende Industrienationen - darunter auch die USA und Großbritannien - ihre Bestnote für die Kreditwürdigkeit "AAA" verlieren könnten.

China ist der größte Gläubiger der USA und hat einen Großteil seiner gigantischen Währungsreserven in US-Staatsanleihen angelegt. Die Notenbank geht jedoch davon aus, dass der US-Dollar in diesem Jahr weiter zulegt, wenn die US-Notenbank Federal Reserve wie erwartet früher die Zinsen anhebt als andere Zentralbanken und die Schuldenkrise in der Euro-Zone andauert. Allerdings dürften die riesigen Defizite im US-Haushalt und dem Außenhandel den Aufwärtstrend des Greenback abbremsen, hieß es.

Für die Inflationsgefahr macht China ebenfalls westliche Notenbanken und deren massive Geldmengenausweitung verantwortlich. "Sobald sich die Realwirtschaft erholt, wird die riesige Liquidität mit Sicherheit zu zusätzlichem Inflationsdruck führen", hieß es in dem Bericht. "Die Notenbanken weltweit stehen vor der dringenden Aufgabe, die Bildung von Blasen und Inflation zu verhindern."

rts

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