Freitag, 15. Januar 2010
Ausweitung der Kreditvergabe: China hortet Devisen
China hat seine Währungsreserven im Krisenjahr 2009 sprunghaft erhöht und damit seine Position als weltweit größter Devisenbesitzer ausgebaut. Deren Wert stieg nach Angaben der Zentralbank in Peking um 23 Prozent auf 2,4 Billionen US-Dollar.
China nutzt die ausländischen Währungen vor allem zur Stützung seines Wechselkurses. Die Volksrepublik wehrt sich gegen wachsenden internationalen Druck, den Yuan stärker aufzuwerten. Sie hält den Wechselkurs stabil zum Dollar, was ihre Exporte vergünstigt.
Zugleich weitete sich die Kreditvergabe im Land im vergangenen Jahr auf 9,6 Billionen Yuan aus. Damit sprengten die Banken alle Vorgaben der staatlichen Planwirtschaft. Die Summe entspricht 30 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts von 2008.
China hat nach Einschätzung von Experten zuletzt Maßnahmen ergriffen, die die Geldflut vorsichtig eindämmen und damit die Konjunktur etwas abkühlen. Nach Angaben des Handelsministeriums rechnet das Schwellenland aber mit einem langsamen Aufschwung seiner Exporte in diesem Jahr und dürfte nicht zuletzt deshalb seine Wirtschaft nur zögerlich vom Tropf der Liquiditätshilfen nehmen.
rts
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