AußenhandelsdefizitChina im Minus

Das gab es seit sechs Jahren nicht mehr: China hat im März ein Defizit im Außenhandel zu verzeichnen. Die Importe in das Reich der Mitte sind drastisch gestiegen. Gründe sind Rohstoffimporte und der anziehende Automarkt.
China hat erstmals seit fast sechs Jahren im Außenhandel mit einem monatlichen Minus abgeschlossen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, belief sich das Defizit im März wegen drastisch gestiegener Importe auf 7,2 Milliarden Dollar (5,4 Mrd. Euro). Im Februar fiel noch ein Handelsüberschuss von 23,7 Milliarden Dollar an.
Im März stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 Prozent auf rund 112 Milliarden US-Dollar. Noch erheblich stärker nahmen die Importe mit einem Plus von 66 Prozent auf gut 119 Milliarden Dollar zu. Hauptsächlich ist dafür der hohe Bedarf Chinas an Rohöl und anderen Rohstoffen verantwortlich. Aber auch die stark wachsende Nachfrage im Automobilsektor hat dazu beigetragen.
Im gesamten ersten Quartal belief sich Chinas Außenhandelsüberschuss auf 14,5 Milliarden Dollar, ein Rückgang zum Vorjahr um 76,7 Prozent.