Einkaufsmanager-Index steigtChina legt wieder los
Nach einer Mini-Wachstumsdelle im Juli expandiert die chinesische Wirtschaft wieder. Der Einkaufsmanager-Index liegt im August über den magischen 50 Punkten, die ein Schrumpfen der Wirtschaft signalisieren. Im Vormonat war das Barometer auf den niedrigsten Stand seit 16 Monaten gefallen.
Das verarbeitende Gewerbe Chinas ist dem HSBC-Einkaufsmanagerindex zufolge im August wieder expandiert, was die Sorge um eine mögliche Wachstumsverlangsamung der chinesischen Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2010 lindern dürfte.
Der von der HSBC Holdings PLC ermittelte Index für China stieg auf 51,9 Punkte von 49,4 im Juli. Damit liegt der Index wieder über der Schwelle von 50 Punkten, die die Grenze zwischen Expansion und Kontraktion markiert. Im Juli war der Einkaufsmanagerindex erstmals seit März 2009 unter die Wachstumsschwelle gefallen.
Keine Anzeichen für eine harte Landung
Der kurz zuvor von der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP) veröffentlichte Einkaufsmanagerindex erhöhte sich unterdessen auf 51,7 Punkte von 51,2 im Juli. Die Daten zeigen nach Aussage von CFLP-Analyst Zhang Liqun, dass sich das Wachstum der chinesischen Wirtschaft "nicht scharf verlangsamen" dürfte. Allerdings müsse der starke Anstieg der Input-Preise (Einkaufspreise der verschiedenen zur Produktion benötigten Güter, zum Beispiel: Zutaten, Arbeitszeit und Produktionskosten) beobachtet werden, "der einen relativ hohen Druck auf die Unternehmenskosten ausüben könnte", warnte er.
Von den elf Kategorien des CFLP-Index legten sechs zu und fünf gingen zurück. Besonders deutlich stieg der Subindex der Input-Preise, er kletterte auf 60,5 von 50,4 im Juli. Der Index für den Exportauftragseingang erhöhte sich auf 52,2 von 51,2.