Donnerstag, 29. Dezember 2011
Eigene Autoproduktion hat Priorität: China plant radikalen Schnitt
Den ausländischen Autobauern droht in China Ungemach. Einem staatlichen Medienbericht zufolge will die Regierung in Peking sie nicht mehr unterstützen. Grund sei die Hinwendung zu der einheimischen Autoproduktion. Ist das unter anderem die Rache dafür, dass General Motors chinesische Investoren an der Übernahme von Saab gehindert hat?Die chinesische Führung will laut einem Bericht die Aktivitäten ausländischer Fahrzeughersteller im Land zurückdrängen. Die Regierung wolle "ausländischem Kapital in der Autoindustrie" die "Unterstützung entziehen", berichtete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium in Peking.
Grund für das Vorhaben, das Ende Januar umgesetzt werden solle, sei die "Notwendigkeit einer gesunden Entwicklung der inländischen Autoherstellung". Weitere Angaben zu dem Plan machte Xinhua nicht.
China ist der weltweit größte Markt für Personenwagen, in dem auch führende Autohersteller wie Volkswagen, General Motors und Honda tätig sind. Der Absatz von Fahrzeugen ging nach einem Rekord von gut 18 Millionen verkauften Wagen im vergangenen Jahr allerdings in der jüngeren Vergangenheit merklich zurück - unter anderem, weil die Regierung Steuervergünstigungen für Autos mit kleinen Motoren strich.
Ein weiterer Grund für den Schritt könnte sein, dass chinesische Investoren erst vor wenigen Tagen auf Druck von General Motors daran gehindert wurden, den insolventen schwedischen Autobauer Saab zu übernehmen.
AFP
Hintergründe zur Nachricht
Kursinformationen
Wirtschaft
-
Telefonica überrascht
O2 soll an die Börse
-
Presta-Mitarbeiter müssen gehen
ThyssenKrupp kündigt
-
Griechenland-Exporte
Euler Hermes versichert nicht
-
Hiobsbotschaften und "Todeskreuz"
Dax kennt kein Halten
-
Spanien-Angst wächst
Euro stürzt unter 1,24 Dollar
-
Boni-Streit vor Londoner Gericht
Coba erleidet Schlappe
-
Immer wieder Europa
Kursverluste an der Wall Street
-
Verbleib im Deutsche-Bank-Turm
Börsig behält Privilegien
-
"Das Urteil ist gefallen"
Schlecker steht vor dem Aus
-
Defizitabbau darf länger dauern
EU kommt Spanien entgegen
-
Zwischen Krisenangst und Optimismus
Konjunktur bleibt wackelig
-
Rätselraten um Bankia-Hilfen
EZB wurde gar nicht gefragt
