Sonntag, 27. Juni 2010
Flexibilität beim Yuan: China sorgt für gute Laune
Die Volksrepublik China untermauert seine Pläne, in seiner Wechselkurspolitik umzusteuern. Auf dem G20-Gipfel in Toronto wird Pekings Erklärung mit Wohlwollen aufgenommen. China will will in diesem Zusammenhang seine Wachstumsstrukturen ändern.China vollzieht eine Kehrtwende im Umgang mit Währungsfragen und zeigt sich auf dem G20-Gipfel in Toronto offen für Diskussionen über seine Yuan-Politik. Bei den G20 gehe es auch um makroökonomische Fragen und dies beinhalte auch Wechselkurse, sagte der Chef der internationalen Abteilung der chinesischen Zentralbank, Zhang Tao. Die Volksrepublik fühle bei diesem Gipfel weder mehr noch weniger Druck wegen ihrer Landeswährung als bei früheren Treffen.
Das chinesische Vorgehen stieß bei den anderen Staaten auf ein positives Echo. Erst Mitte Juni hatte sich Peking eine Einmischung in seine Geldpolitik verbeten und erklärt, der Renminbi sollte nicht auf internationaler Ebene diskutiert werden.
Vor einigen Tagen hatte die Volksrepublik überraschend eine Yuan-Flexibilisierung angekündigt. Seither hat China seine Landeswährung so stark aufgewertet wie seit Jahren nicht mehr. Vor allem die USA hatten die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt dazu gedrängt, den Yuan nicht künstlich niedrig zu halten und damit die heimische Exportbranche zu subventionieren.
Der Koordinator der chinesischen Wirtschaftspolitik, Ma Xin, begründete die Aufwertung damit, dass China seine Wachstumsstrukturen ändern wolle. "Das bedeutet, dass wir unsere Abhängigkeit vom Export reduzieren, den Dienstleistungssektor fördern, die heimische Nachfrage stärken und die Einnahmen der Menschen erhöhen wollen", sagte Xin. Die Änderungen hätten nichts mit Druck von irgendeinem Land oder einer internationalen Organisation zu tun.
wne/rts
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