Rückzahlung an Staat geplantCitigroup holt sich Geld
Die US-Großbank Citigroup will weg vom staatlichen Gängelband. Dazu will sie eine Kapitalerhöhung im Volumen von 20 Milliarden Dollar durchführen. Das Kreditinstitut will einem Medienbericht zufolge die Einnahmen zur Rückzahlung von Geldern aus dem staatlichen Banken-Rettungsfonds Tarp einsetzen.
Die US-Großbank Citigroup steht angeblich kurz vor einer Kapitalerhöhung im Volumen von rund 20 Milliarden Dollar. Der Schritt könnte bereits heute bekanntgegeben werden, berichtete der TV-Sender CNBC.
Das Kreditinstitut wolle die Einnahmen aus der Kapitalerhöhung zur Rückzahlung von Geldern aus dem staatlichen Banken-Rettungsfonds Tarp einsetzen. Ein Sprecher der Bank wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Citigroup-Chef Dick Parsons hatte dem Sender zuvor gesagt, dass das Finanzinstitut derzeit Gespräche mit den Behörden über die Rückzahlung der Gelder führe.
Zu Wochenbeginn hatte es geheißen, dass der Citigroup ein monatelanger Streit mit der Regierung drohe. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen erklärten, bestehen Meinungsverschiedenheiten darüber, wie viel das Institut an die Regierung zahlen muss, um das Hilfsprogramm zu verlassen.
Zudem seien sich beide Seiten uneinig, wie der Staat sich von seinen etwa 7,7 Milliarden Citigroup-Aktien trennen soll. Das entspricht etwa einem Drittel der Anteile der Bank. Die Citigroup erhielt 45 Milliarden Dollar von der Regierung im Rahmen des Tarp-Programms.
Mitte des Jahres hatte die Regierung in Washington zehn Großbanken erlaubt, die Staatshilfen zurückzuzahlen. Damals flossen mehrere Milliarden Dollar an das Finanzministerium, unter anderem von JPMorgan Chase, Morgan Stanley und Goldman Sachs. Die Bank of America zahlte die im Zuge der Finanzkrise beanspruchten Staatshilfen in Höhe von 45 Milliarden Dollar zurück. Viele Banken wollen die Gelder aus dem Tarp-Programm rasch zurückgeben, um den Einfluss der Regierung auf Managergehälter und Dividendenzahlungen zu beenden.