Ein großer SchluckCoca-Cola kauft Abfüller
In der Getränkebranche zeichnet sich ein neuer Trend ab: Nach Pepsi will auch Coca-Cola Milliarden in die Hand nehmen, um seine Brausen in den USA in Eigenregie zu vertreiben.
Der weltgrößte Erfrischungsgetränke-Hersteller Coca-Cola will den Vertrieb im wichtigen Heimatmarkt selbst in die Hand nehmen. Coca-Cola stehe kurz davor, die Nordamerika-Sparte seines größten Abfüllers Coca-Cola Enterprises zu übernehmen, schrieb das "Wall Street Journal". Das Geschäft dürfte demnach ein Volumen von mehr als 15 Mrd. Dollar haben. Übrig bliebe das Europageschäft.
Damit würde Coca-Cola seinem Erzrivalen Pepsi nacheifern, der erst jüngst zwei seiner heimischen Abfüllbetriebe für 7,8 Mrd. Dollar übernommen hatte. Pepsi verspricht sich davon massive Einsparungen. Das Geld könnte Coca-Cola gut gebrauchen, denn der Durst auf die braune Brause schwindet in den etablierten Märkten. Viele Kunden steigen auf Fruchtsäfte oder Wasser um.
Noch viel wichtiger: Coca-Cola bekäme durch die Übernahme direkten Zugriff auf die Abfüllbetriebe und könnte sein Produktprogramm einfacher umstellen. Über Jahrzehnte war es Usus gewesen, dass die Abfüller unabhängig agieren.