Donnerstag, 29. Oktober 2009
Aufregung um Bluttests: Daimler dementiert
Daimler hat den Vorwurf zurückgewiesen, bei Einstellungsuntersuchungen gegen Datenschutz und Arbeitsrecht zu verstoßen. Im Rahmen von Bewerbungs- und Auswahlverfahren würden weder Blut- noch Gesundheitstests vorgenommen, erklärte der Autobauer in Stuttgart.
Der Eingang des Stammwerkss der Fahrzeugmarke Mercerdes-Benz.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Werksärztliche Untersuchungen fänden erst im Zuge des konkreten Einstellprozesses statt, den jeder Bewerber vor oder nach einer endgültigen Zusage für die jeweilige Stelle durchlaufe. Ein Teil davon sei auch eine Blutuntersuchung.
Für die Untersuchung willigt der Bewerber laut Daimler vorher gegenüber dem Werksarzt in eine Standard-Blutbilduntersuchung ein. Die Ergebnisse verbleiben demnach beim Arzt, der der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt. Dieser teile der Personalabteilung mit, ob der Bewerber für die Stelle gesundheitlich geeignet sei oder nicht. Die Untersuchungen würden "im Rahmen der Fürsorgepflicht des Unternehmens zum Schutz des Mitarbeiters" vorgenommen.
Die Aufsichtsbehörde für Datenschutz forderte Daimler nach Angaben des Konzerns zu einer Stellungnahme zu dem Bericht auf. Diese habe das Unternehmen unverzüglich abgegeben, erklärte Daimler. Die Behörde habe die Prüfung noch nicht abgeschlossen.
Der NDR hatte berichtet, dass Bewerber für neue Stellen bei Daimler schon während des Bewerbungsverfahrens Blutproben abgeben müssen. Dem Sender liegen nach eigenen Angaben Unterlagen vor, nach denen Bewerbern Blut abgenommen wurde, obwohl es noch keine Zusage für eine Arbeitsstelle gab.
wne/AFP
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