Wirtschaft
Manches ist und bleibt eben Geschmackssache.
Manches ist und bleibt eben Geschmackssache.(Foto: REUTERS)

Erwartungen erfüllt: Daimler heimst ordentlichen Gewinn ein

Im abgelaufenen Quartal verkauft Daimler mehr Autos als je zuvor. Und: Dem schwäbischen Autobauer gelingt es, höhere Preise durchzudrücken. In der Zwischenbilanz bringt das ein glänzendes Ergebnis - das Chef Zetsche noch ausbauen will.

Daimler hat dank eines Absatzrekords im dritten Quartal einen kräftigen Gewinnschub verzeichnet. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg von Juli bis September um ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr auf 2,8 Milliarden Euro, wie der Autobauer mitteilte.

Hinzu kam noch ein Sonderertrag von rund einer Milliarde Euro aus dem Verkauf des Anteils am Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems, so dass das Ebit um zwei Drittel auf 3,7 Milliarden Euro stieg.

Analysten hatten mit dieser Größenordnung gerechnet, nachdem der Konzern die einzelnen Sparten-Ergebnisse schon vergangene Woche bekannt gegeben hatte. Der Umsatz erhöhte sich um zehn Prozent auf gut 33 Milliarden Euro.

Sparprogramme wirken

"Unsere Strategie zahlt sich aus", erklärte Vorstandschef Dieter Zetsche. Daimler wachse profitabel und sei zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen. Der Premiumhersteller hat seit dem vergangenen Jahr zahlreiche Neuheiten auf den Pkw-Markt gebracht und im vergangenen Quartal so viele Autos verkauft wie nie zuvor.

Der Premiumhersteller hat seit dem vergangenen Jahr zahlreiche Neuheiten auf den Pkw-Markt gebracht und im dritten Quartal so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Insgesamt setzten die Stuttgarter 637.400 Pkw und Nutzfahrzeuge ab, ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zum Gewinnanstieg trug auch bei, dass höhere Preise durchgesetzt werden konnten. Auch die vor zwei Jahren eingeleiteten Kostensenkungsprogramme griffen jetzt, wie Daimler weiter erklärte.

Die Schwaben kommen zugleich ihrem Ziel näher, vom Umsatz in der Pkw-Sparte Mercedes-Benz zehn Prozent Gewinn zu machen. Die Rendite lag im dritten Quartal bei 8,6 Prozent nach 7,6 Prozent vor Jahresfrist und 7,9 Prozent im zweiten Vierteljahr.

Unsichere Zeiten auf dem Weltmarkt

Die Frage ist nur, wie lange Daimler und seine deutschen Konkurrenten den Aufwärtstrend noch halten können. In Europa ist der Hoffnungsmarkt Russland wegen des Konflikts um die Ukraine eingebrochen. Und am weltgrößten Pkw-Markt China hat das Wachstumstempo zuletzt spürbar nachgelassen.

Aus wichtigen Schwellenländern, vor allem aus dem für den Lkw-Markt wichtigen Brasilien, kommen ebenfalls schlechte Konjunkturnachrichten. Daimler hat deshalb seine Wachstumsprognose zum weltweiten Autoabsatz um einen Prozentpunkt gestutzt auf drei bis vier Prozent.

Die Prognose für 2014 ließ Zetsche dennoch unverändert: Das Ebit aus dem laufenden Geschäft soll bei Pkw, Lastwagen und Bussen deutlich steigen, worunter Analysten zufolge ein Plus von rund zehn Prozent zu verstehen ist.

Quelle: n-tv.de

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