Wirtschaft

Kooperation mit Aston Martin?Daimler liebäugelt mit Maybach

23.12.2010, 08:24 Uhr

Daimler und Aston Martin sondieren nach übereinstimmenden Medienberichten Möglichkeiten für eine Kooperation bei einem neuen Maybach-Modell. Angeblich suchen die Briten einen Expansionspartner, der sie mit Getrieben und Motoren versorgen kann und Daimler eine günstigere Variante für die Entwicklung ihrer neuen Nobelkarosse.

Der britische Autohersteller Aston Martin verhandelt nach übereinstimmenden Medienberichten von "Auto Zeitung" und "Financial Times" (FT) mit Daimler darüber, die Fahrzeuge der Luxusmarke Maybach künftig zu entwickeln und zu bauen. Wie die "FT" unter Berufung auf der Situation nahestehende Personen berichtete, soll Aston Martin im Gegenzug Motorentechnik des Stuttgarter Konzerns erhalten.

Beide Unternehmen waren zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Daimler hatte sich nach hartnäckigen Spekulationen über ein mögliches Ende für den Maybach zu ihrer Nobelmarke bekannt.

Die Auto-Zeitung berichtete unter Berufung auf Daimler-Insider, durch eine Zusammenarbeit mit den Briten, die Erfahrung mit dem Bau edler Kleinserien haben, könnte Daimler viel Geld sparen. Die Entwicklung eines neuen Maybach im Haus würde demnach doppelt so viel kosten. Als technische Basis des neuen Autos könnten Module der nächsten S-Klasse dienen, die 2013 startet, schreibt das Blatt.

Aston Martin ist für Fahrzeuge bekannt, die vom Kinohelden James Bond gefahren werden. Die Autos von Maybach gehören bei Daimler zur Markengruppe Mercedes-Benz Cars.

Quelle: rts/dpa