Wirtschaft
Auch für den Rest des Jahres werden gute Zahlen erwartet.
Auch für den Rest des Jahres werden gute Zahlen erwartet.(Foto: dpa)
Samstag, 06. Mai 2017

Mehr Gewinn, mehr Jobs: Dax-Konzerne legen 2017 Traumstart hin

Gute Marktbedingungen in Europa und China bringen in der ersten Jahreshälfte die 30 Dax-Konzerne nach vorne. Die Gewinne legen ordentlich zu. Und auch für die deutschen Arbeitnehmer gibt es gute Nachrichten.

Mehr Umsatz, mehr Gewinn und mehr Mitarbeiter: Deutschlands Börsenschwergewichte sind mit Schwung ins Jahr 2017 gestartet. Der operative Gewinn (Ebit) von mehr als der Hälfte der 30 Dax-Konzerne, die bisher Zahlen für das erste Vierteljahr vorgelegt haben, stieg um satte 27 Prozent auf zusammengerechnet 27,49 Milliarden Euro, wie aus einer Auswertung des Beratungsunternehmens EY hervorgeht.

Die Konzerne profitierten EY zufolge von der wirtschaftlichen Erholung in Europa und der guten Entwicklung in China. Zudem beflügelte der schwache Euro die Exporte. Waren "Made in Germany" werden dadurch auf dem Weltmarkt günstiger. Das kann die Nachfrage ankurbeln.

Der Umsatz von 17 Konzernen - ohne Banken - verbesserte sich den Angaben zufolge um 10 Prozent auf 251,61 Milliarden Euro, die Zahl der Mitarbeiter stieg insgesamt um 3 Prozent (Stand 31. März). In Asien kletterte der Umsatz um 15 Prozent, in Europa ging es um 11 Prozent aufwärts. Die auf dem nordamerikanischen Markt erwirtschafteten Erlöse legten um acht Prozent zu - dabei spielten auch Währungseffekte eine Rolle.

Brexit und Wahlen könnten die Suppe versalzen

"Etliche Konzerne konnten zudem ihre Profitabilität und damit ihre eigene Schlagkraft und Widerstandsfähigkeit gegen mögliche Krisen erhöhen. Das Jahr hat also sehr gut angefangen", sagte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. Die gewinnstärksten Unternehmen waren der Auswertung zufolge Volkswagen, Daimler und Bayer. Die stärksten Umsatzzuwächse hätten Fresenius, Adidas und BASF erzielt.

Die Perspektiven für den Rest des Jahres beurteilte Meyer grundsätzlich positiv: "Die Konjunkturaussichten haben sich zuletzt aufgehellt, viele wichtige Indikatoren zeigen derzeit nach oben." So war unter anderem die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im April weiter gestiegen. Der vom Münchner Ifo-Institut berechnete Geschäftsklimaindex verbesserte sich von 112,4 auf 112,9 Punkte. "Die deutsche Wirtschaft wächst kräftig", hatte Ifo-Präsident Clemens Fuest gesagt.

EY-Experte Meyer mahnte zugleich aber zur Vorsicht. "Die politischen Risiken bleiben hoch." Gerade in Europa könnte es in diesem Jahr zu Turbulenzen kommen, sagte er mit Blick auf die Brexit-Verhandlungen und Wahlen in großen Euro-Ländern wie am Wochenende in Frankreich. "Nach wie vor ungelöst ist zudem die europäische Schuldenkrise, die jederzeit wieder aufflammen kann - vor allem die anstehende Zinswende könnte einige Länder in Bedrängnis bringen."

Quelle: n-tv.de

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