Anleger kaufen Fonds Deka verdient prächtig
Die wachsende Zuversicht vieler Anleger bekommt auch der Fondsdienstleister Dekabank zu spüren. Im vergangenen Jahr wurden wieder mehr Anteile verkauft als zurückgegeben.
Der bald mehrheitlich den Sparkassen gehörende Fondsdienstleister Dekabank hat 2010 ein Rekordergebnis eingefahren. Das wirtschaftliche Ergebnis kletterte um fast 40 Prozent auf 925 Mio. Euro. Ertragsbringer Nummer eins war das Provisionsergebnis, das um acht Prozent auf fast 1,1 Mrd. Euro stieg.
Die Deka vertreibt über die Sparkassen Fonds an deren Kunden. 2010 wurden wieder mehr Fonds verkauft als Anteile zurückgegeben. Die Nettovertriebsleistung lag bei 908 Mio. Euro. Ein Jahr zuvor hatte die Deka noch unter massiven Abflüssen aus Geldmarktfonds gelitten.
Aber auch ein positiver Risikovorsorgesaldo von 52 Mio. Euro half dieses Mal dem Ergebnis. Vor einem Jahr hatte er noch bei minus 352 Mio. Euro gelegen. Die Kernkapitalquote verbesserte sich auf von 9,7 auf 12,9 Prozent.
Die Sparkassen wollen die DekaBank für insgesamt 1,3 Mrd. Euro ganz übernehmen, bisher halten sie nur die Hälfte des Kapitals. Der Rest liegt bei den Landesbanken, die ihre Beteiligungen veräußern wollen oder müssen. Der Eignerwechsel läuft nach Plan. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, hatte in der vergangenen Woche gesagt, der Kaufvertrag für die restlichen 50 Prozent an der Deka solle noch im Frühjahr unterzeichnet werden.