Wirtschaft

Energie und Lebensmittel teurer: Deutsche Inflationsrate steigt

Die Deutschen sehen sich wieder mit höheren Preisen konfrontiert. Mit 1,5 Prozent ist die Inflationsrate so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr. Experten gehen davon aus, dass die Teuerung im kommenden Jahr bei knapp unter zwei Prozent liegt.

Die Deutschen müssen wieder etwas tiefer in die Tasche greifen.
Die Deutschen müssen wieder etwas tiefer in die Tasche greifen.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Teurere Energie und Lebensmittel haben die Lebenshaltungskosten so stark in die Höhe getrieben wie seit Oktober 2008 nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stiegen die Verbraucherpreise um 1,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Vor zwei Jahren lag die Inflationsrate bei 2,5 Prozent. Experten hatten nicht mit einem derart kräftigen Anstieg der Teuerungsrate gerechnet.

"Wie in den Vormonaten wird die Teuerungsrate maßgeblich durch die starken Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen sowie bei Obst und Gemüse bestimmt", schrieben die Statistiker. Heizöl kostete etwa ein Fünftel mehr als im November 2009.

Saisonabhängige Nahrungsmittel verteuerten sich zum Beispiel in Hessen um knapp 15 Prozent. Besonders für frisches Grün mussten die Verbraucher tief in die Tasche greifen: Gurken kosteten in Nordrhein-Westfalen ganze 80 Prozent mehr als vor einem Jahr, Salate verteuerten sich um mehr als 40 Prozent. Doch auch für Bekleidung und Schuhe oder den Besuch in einer Gaststätte wurden die Kunden stärker zur Kasse gebeten als im Vorjahr.

Preisdruck wird wachsen

Verglichen mit dem Oktober lag die Teuerung bei 0,1 Prozent und damit ebenfalls über den Erwartungen der Analysten. Auch hier schlugen Heizöl und andere Energieträger sowie Lebensmittel stärker zu Buche. Experten gehen davon aus, dass der Preisdruck in den nächsten Monaten weiter zunehmen dürfte. "Wir haben ein recht ordentliches konjunkturelles Umfeld mit steigender Binnennachfrage und möglicherweise Einkommenszuwächsen", sagte Stephan Rieke von der BHF-Bank.

Fachleute gehen davon aus, dass die Teuerung 2011 bei knapp unter zwei Prozent liegt und damit bei dem Wert, bei dem die Europäische Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewährleistet sieht.

Quelle: n-tv.de

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