Wirtschaft

DIW: Jetzt brummt's überall: Deutsche Wirtschaft gibt Gas

Nachholeffekte aus der Baubranche bringen die deutsche Wirtschaft ordentlich auf Trab, stellt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung fest. Nach Einschätzung der Konjunkturexperten dürfte das Wachstum um 0,6 Prozent zum Vorquartal anziehen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Aufschwung in Deutschland beschleunigt sich nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wieder. Das Bruttoinlandsprodukt wird danach im ersten Quartal preis- und saisonbereinigt voraussichtlich um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal steigen.

Im vierten Quartal 2010 war die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent gewachsen. "Der Aufschwung ist damit nun in allen Bereichen der Volkswirtschaft angekommen", bemerkte DIW-Konjunkturexperte Vladimir Kuzin.

Nach der Kälteperiode im Dezember und dem daher gedämpften Wachstum besonders in der Baubranche dürfte die deutsche Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen, heißt es im monatlichen DIW-Konjunkturbarometer. Das vorhergesagte Quartalsplus von 0,6 Prozent entspricht 4,0 Prozent Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Nachholeffekte aus der Baubranche

Ferdinand Fichtner, Leiter Konjunkturpolitik am DIW, erläuterte: "Der frühe Wintereinbruch hat die Baukonjunktur im vierten Quartal stärker als üblich gebremst. Das dürfte sich in spürbaren Nachholeffekten im ersten Vierteljahr 2011 niederschlagen." Zwar habe sich die Industrieproduktion zuletzt etwas schwächer entwickelt. Aber die Arbeitslosigkeit sinke weiter und dürfte den privaten Verbrauch stabilisieren. "Die konjunkturelle Erholung setzt sich im neuen Jahr auf breiter Basis fort", fasste Fichtner zusammen.

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Quelle: n-tv.de

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