Wirtschaft
Mit Sanktionen können Europa und die USA die russische Wirtschaft hart treffen. Doch auch Deutschen Unternehmen würden sie schaden.
Mit Sanktionen können Europa und die USA die russische Wirtschaft hart treffen. Doch auch Deutschen Unternehmen würden sie schaden.(Foto: REUTERS)

Sanktionen gegen Russland: Deutsche Wirtschaft will Sanktionen mittragen

Die Wahl in der Ukraine rückt näher, die Sorge um ein russisches Einschreiten wächst - und immer wieder wird mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht. Die deutsche Wirtschaft spricht jetzt dem Kurs der Regierung gegenüber Russland ihr "vollstes Vertrauen" aus.

Die deutsche Wirtschaft würde von der Politik beschlossene Wirtschaftssanktionen gegen Russland akzeptieren. "Wenn es einen Sanktionsbeschluss gibt, werden wir den selbstverständlich mittragen", sagte der Chef der Deutschen Bank und Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Jürgen Fitschen, der "Welt". Auch der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, sagte, wenn die Politik der Meinung sei, es gehe "nicht mehr anders, dann werden die Unternehmen das auch mittragen".

Beide warnten jedoch vor übereilten Entscheidungen. "Die Politik weiß genau, was Wirtschaftssanktionen auslösen können, ich habe vollstes Vertrauen, dass die Regierung hierbei sehr verantwortungsvoll handelt", sagte Grillo. "Wir sollten mit Russland im Gespräch bleiben, das gilt auch für die Wirtschaft", ergänzte er.

Auch Fitschen betonte, es sei weiterhin ein Dialog nötig, um den Konflikt zu lösen. "Sollen wir denn jetzt alle Fabriken in Russland schließen, alles aufgeben, was dort in jahrelanger Zusammenarbeit aufgebaut wurde?", fragte er. "Das hielte ich für grundfalsch, und das erwartet die Politik auch nicht von den Unternehmen", sagte Fitschen.

In der deutschen Politik wird darüber debattiert, Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verhängen, sollte die für den 25. Mai geplante Präsidentschaftswahl in der Ukraine scheitern. In den von prorussischen Separatisten kontrollierten östlichen Regionen Donezk und Lugansk ist die Abstimmung nach Angaben der Wahlkommission in Gefahr. Moskau meldete Bedenken an, die Wahl "im Kanonendonner" abzuhalten.

Quelle: n-tv.de

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