Montag, 04. Januar 2010
Milliardenschwere Restbestände: Deutsche horten D-Mark
Viele Bundesbürger können sich offenbar auch acht Jahre nach der Einführung des Euro-Bargeldes immer noch nicht von ihrer geliebten D-Mark trennen. Die Experten der Bundesbank glauben, dass die Deutschen nach wie vor auf Scheinen und Münzen der Altwährung in Milliardenhöhe sitzen.
Schöne alte Scheine für Nostalgiker und hartnäckige Euro-Skeptiker: Auch in 100 Jahren will die Bundesbank D-Mark kostenlos in Euro umtauschen.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
"Es sind immer noch rund 13,6 Mrd. D-Mark im Umlauf, davon entfällt jeweils die Hälfte auf Banknoten und Münzen", sagte Adelheid Sailer-Schuster, Präsidentin der Hauptverwaltung Hamburg der Deutschen Bundesbank. Die Summe entspricht umgerechnet einem Wert von rund sieben Milliarden Euro.
Alleine im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Bundesbank noch fast 160 Mio. D-Mark in Euro umgetauscht. Die D-Mark war bis Ende 2001 als gesetzliches Zahlungsmittel gültig. Im regulären Handel bezahlen können die Mark-Liebhaber heute nicht mehr.
"Im Gegensatz zu den meisten anderen Notenbanken im Euro-Raum gibt es in Deutschland keine zeitliche Begrenzung für den Umtausch von D-Mark in Euro", sagte Sailer-Schuster. Der Umtausch sei und bleibe kostenlos. "Das gilt auch noch in 50 oder 100 Jahren. Es muss also keine Hektik aufkommen."
Die alten Banknoten werden von der Bundesbank geschreddert und kommen auf den Müll. Die Münzen werden verformt, eingeschmolzen und zu neuen Metallen verarbeitet.
AFP/rts
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