Wirtschaft

Athen und Madrid am PrangerEZB mahnt Defizitsünder

20.12.2009, 10:56 Uhr

Die EZB erhöht den Druck auf Griechenland und Spanien. Ratsmitglied Ewald Nowotny fordert beide Staaten auf, ihr Haushalts- und Handelsdefizit abzubauen.

EZB
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Griechenland und Spanien müssen sich nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny so bald als möglich um einen Ausgleich ihres Haushalts- und Handelsdefizits bemühen. Die beiden südeuropäischen Euro-Staaten liefen zwar nicht Gefahr, ihre Kreditwürdigkeit zu verlieren, sagte Nowotny dem österreichischen Magazin "Profil". Wer aber zum Euro-Kreis gehöre, müsse sich auch nach den verabredeten Regeln richten.

Griechenlands Defizit liegt in diesem Jahr bei knapp 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, das Spaniens bei zehn Prozent. In der Euro-Zone gilt zur Stabilisierung der Gemeinschaftswährung eine Obergrenze von drei Prozent.

Der Euro ist durch die Probleme der beiden Staaten unter Druck geraten, nachdem sie von Rating-Agenturen ins Visier genommen wurden. Griechenlands Bonitätsnote wurde bereits von zwei Agenturen gesenkt; Spanien wurde vor einem solchen Schritt gewarnt.

Quelle: wne/rts